SEK-Einsatz in Kirchheim: Mutter und Sohn tot - Polizisten schwer verletzt

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Klassenprimus als deutsche Krankheit

Martin Prem und Sebastian Dorn: Diesel-Streit: Zweifel an Messungen; Titelseite, Martin Prem: So werden Schadstoffwerte hochgetrickst; Wirtschaft 7. März

Danke Herr Prem, so stelle ich mir modernen Journalismus vor. Faktencheck statt allgemeinem Geblubber und Hysterie. Ich möchte in meiner Zeitung lesen, was Sache ist und worum es wirklich geht. Als ich den Beitrag über das Verfahren bei den Abgasmessungen las, musste ich daran denken, dass Selbstmörder nicht umsonst einen Schlauch vom Auspuff ins Wageninnere leiten, denn nur so haben sie eine Chance sich umzubringen. Sich hinter das Auto zu stellen und tief einzuatmen bringt es bereits nicht mehr. Und je weiter weg, umso mehr sind die Abgase verdünnt. Dort, wo die meisten Menschen in den Städten sich befinden, ist die Konzentration vermutlich bereits zu gering, um „Skandal“ rufen zu können. Die Experten der EU haben Realitätssinn aufgebracht, als sie einen 25-Meter-Abstand vorgaben, um die Konzentration zu messen. Ich bin mir sicher, dass andere EU-Mitglieder sich locker an diese Abstände halten. Doch damit will man sich in Deutschland offenbar nicht zufriedengeben. Um den Diesel kaputt zu kriegen, verhalten sich unsere Umweltwächter wie die Selbstmörder. 

Hans Wagner Unterzeitlbach

Welch ein Segen für uns hin und her gebeutelte Bürger in dieser deutschen Welt der Hiobsbotschaften, dass es den MM gibt und dort von Herrn Martin Prem eine so klare Recherche zu dem alles überschattenden Thema der Dieselmotoren veröffentlicht wird! Hoffentlich klären wenigstens die Politiker, die noch einen klaren Kopf behalten haben und nicht mithilfe ihrer grausigen Ideologien unser Land zerstören wollen, ganz allgemein die deutsche Bevölkerung auf, was hier vor sich geht und wie unser tägliches Leben eingeschränkt wird durch die Missachtung der nicht korrekt befolgten Vorschriften der EU. Diese Vorschriften zum Ruin unserer Wirtschaft und der Bürger dieses Landes abzuändern, ist ein Frevel, der von den Wählern quittiert werden muss. Zum Nutzen der Bevölkerung und der Wirtschaft würde dagegen helfen, alle extra organisierten Staus zu eliminieren durch geplante grüne Wellen so weit nur irgend möglich.

 Andrea v. Beaulieu Marconnay Petershausen

Danke für den informativen Bericht über die Behördentrickserei bei der Messung der Schadstoffwerte in München. Mit den offensichtlich gefälschten Werten liefern unsere Behörden die deutschen Autofahrer via Brüssel direkt ans Messer. Wie groß muss der Hass in der zuständigen Verwaltung auf den Individualverkehr und das Auto sein, dass man zu solchen Mitteln greift? Ist das nun Behörden-Versagen, Amtsmissbrauch oder Behördenwillkür, wenn man mit falschen Messwerten die Eigentümer von älteren Dieselfahrzeugen praktisch enteignet? Thilo Sarrazin hat Recht: Deutschland schafft sich ab. Es wäre interessant zu erfahren, ob die aufgrund der getürkten Messwerte ergangenen Gerichtsurteile gegen den Freistaat und die Stadt München nun auf den Prüfstand gestellt werden. Vielleicht entschließt sich ja auch der ADAC zu einer entsprechenden Klage.

 Detlef Frank Erding

Ich frage mich so langsam, worum es bei dem Thema eigentlich geht, vor allem wer einen Nutzen davon hat. Dass es um die Gesundheit der Bevölkerung geht, scheint nur ein Nebeneffekt bzw. Alibi zu sein. Das Wildschwein „Diesel-PKW“ wird zurzeit durchs Dorf getrieben und verteufelt. Aber ich habe starke Zweifel, ob wirklich die Diesel-PKW das Problem sind. Ja, es wird zuviel NOx ausgestoßen. Aber hat schon jemand ausgerechnet, wie viel CO2 zusätzlich in die Atmosphäre geblasen worden wäre, wenn dieselben Strecken mit Benzinern gefahren worden wären? NOx und CO2 sind nur Unterthemen unserer Umweltverschmutzung. Da gibt’s noch Einiges mehr. Und wir sind auch nicht allein auf der Welt. Vielleicht sollte man, wenn man schon jemanden an den Pranger stellt, auch Handels- u. Urlaubsschiffe, den Flugverkehr (das DLR spricht von über 200.000 Flugbewegungen täglich weltweit), Bahn, Transportverkehr und Baufahrzeuge (hauptsächlich Diesel), Abrieb von Bremsen und Reifen, Kraftwerke, besonders im Winter den Hausbrand (ich hatte mal ein Dieselfahrzeug, das hat in einer Woche für 700 km genau soviel verbraucht wie meine damalige Ölheizung an einem kalten Wintertag), Müll und Abwässer u.a. nennen. In Amerika sind Klimaanlagen in Häusern Standard, so wie bei uns in den Autos; die verbrauchen Energie und erzeugen FCKW sofern unsachgemäß entsorgt. Wer schon einmal in den Metropolen Asiens war, weiß Bescheid über Umweltverschmutzung. Nicht zuletzt waren auch schon unsere Kühe mit ihrem Methanausstoß einmal im Gespräch... Vielleicht kreisen sogar noch die Gas- und Partikelreste von Explosionen und Munition von Kriegen, Atombomben, Nuklearunfällen usw. um die Erdkugel; oder von den Dampflokomotiven im 19 und 20. Jahrhundert. Plastikmüll schwimmt im Meer herum. Lebensmittelskandale am laufenden Band. Und, und, und. Im Internet kann man sich zu den einzelnen Themen schlau machen. Tatsache scheint zu sein, daß hier politische Kräfte wirksam sind, die von den eigentlichen Problemen ablenken wollen. Und die dumm gehaltene Bevölkerung wird mit dem Diesel-Thema verarscht und dann wahrscheinlich auch noch zur Kasse gebeten... Auf derselben Zeitungsseite ist übrigens vom Ausbau des Billigfliegerangebotes die Rede.

 Wolfgang Milhard Dachau

Wenn dem so ist - wer ist der Verantwortliche und wo bleibt der Kläger. Jetzt wird auch klar, warum man so wenig über nichtdeutsche Autofinnen hört. 

Diethard Böhmig München

Glaube keiner Messung (Statistik) die du nicht selber fälschst! Dank der Recherchen von Herrn Prem wird - zumindest für München - auf üble Tricksereien beim Schadstoffmessen hingewiesen. Übersetzt heißt das: Die gemessenen Werte sind deutlich zu hoch und damit unbrauchbar. Da kann man gespannt sein, ob Herr Reiter den Mut hat, dies zu akzeptieren und die Messstationen nun gern, EU-Vorgaben neu positioniert. Auch die Idee von den blauen Plaketten war wohl ein unüberlegter Schnellschuss von Frau Krautsberger. Wollte sie allen Ernstes die Dieselfahrer an den Pranger stellen? Plaketten allein für ausgewählte Dieselfahrzeuge wäre für mich eine Diskriminierung, und das geht gar nicht! 

Dipl. Ing. Peter Bartusch Puchheim

Zunächst möchte ich mich im Namen aller Dieselfahrer bei Herrn Martin Prem für seine unermüdliche Aufklärungsarbeit zum Thema Dieselmotor im letzten halben Jahr recht herzlich bedanken, gibt er uns Dieselfahrern doch das Gefühl zurück, dass man sich nicht nur als Umweltsünder fühlen muss. Nach dem Lesen seines Artikels vom gestrigen Mittwoch schlug meine persönliche Stimmungslage von Traurigkeit in Wut um. Ist es eine deutsche Krankheit stets den Klassenprimus in Europa abgeben zu wollen oder warum müssen wir Deutschen die schon häufig recht scharf gefassten Messvorschriften für die Luftqualität noch zusätzlich toppen? Vielleicht, so könnte man zur Entschuldigung sagen, lag ein Übersetzungsfehler vor? Aber ich kann es kaum glauben, dass man in unseren Ratsstuben nicht des Englischen bzw. Französischen mächtig ist (die deutsche Sprache soll ja keine europäische Amtssprache mehr sein). Oder steckt ein tieferer Sinn dahinter, vielleicht jener, der Dieseltechnologie auf diese Weise ein für alle Mal den Garaus zu machen, wohlwissend, dass diese Technologie unseren transatlantischen Freunden seit Beginn ihres dortigen Siegeszuges langsam zur Gefahr der dortigen Automobilindustrie wurde? Ich kann Herrn Prem nur ermuntern weiter zu recherchieren, um herauszufinden, wer auf deutscher Seite für die Aufstellung der Messstationen in den einzelnen Feinstaubkrisenregionen zuständig war. Vielleicht kommen wir da der Wahrheit ein Schritt näher. Wundern würde es mich nicht, wenn die Verantwortlichen stets das gleiche Parteibuch besitzen würden.

 Bernhard Mühlberg Eching

Endlich ist eine Lösung des Problems Feinstaubbelastung und Dieselfahrverbote gefunden. Man muss halt dort messen, wo die Luft sauberer ist und alles ist gut. Die Autohersteller muss man dann nicht mehr mit teuren Nachrüstungsforderungen nerven und die Politik kann sich wieder wichtigeren Dingen als der Gesundheit der Menschen zuwenden. Ach ja noch ein Tipp für die Münchner: Bitte immer 25 Meter Abstand zum Straßenrand einhalten, dort ist nämlich die Luft zu schlecht. 

Michael Bayerl Fischbachau

Großes Lob und vielen Dank für die Recherchearbeit Ihrer Zeitung bezüglich der Messmethoden zur Ermittlung der Konzentrationen von Stickoxyden und Feinstaubpartikeln in der Luft! Mir ist schon vor Jahren die Messstation an der Landshuter Allee/Schlörstraße circa 20 Meter nach der Bushaltestelle aufgefallen. Jedes mal wenn dort ein Gelenkbus beschleunigt, freut sich die Messstation wohl besonders. Zudem wirkt der Autoverkehr auf der Donnersberger Brücke wie ein Sog, der den Feinstaub, der viele Jahre lang durch die andauernden Bauarbeiten entlang der Bahnlinie entstanden ist, in die Landshuter Allee (zur Messstation) trägt. Jetzt muss man wohl einige Zahlen des Bundesumweltamtes in Frage stellen, der EU-Klageschrift widersprechen und Messfehler eingestehen sowie die Hatz gegen Dieselfahrer auf etwas versöhnlicherer Ebene führen. Ich habe meinen Euro 4 Diesel verkauft, aber gleich wieder ein Dieselfahrzeug bestellt (Euro 6b - da es 6d noch nicht gibt). Der Diesel ist nun mal der wirtschaftlichste Verbrennungsmotor mit dem besten Wirkungsgrad. Sparsam und damit Ressourcen schonend. Zudem benötigt er keine Fremdzündanlage.

 Manfred Wittek Mittelstetten

So ganz allmählich scheinen mir die nun seit Monaten geführten Diskussionen um die Schadstoffwerte der Dieselfahrzeuge in einen veritablen Skandal zu münden, der zu Lasten der Dieselfahrer und der gesamten Autoindustrie auf deren Rücken ausgetragen wird. Zum einen wurde allein schon die Festlegung auf die berühmten 40 Mikrogramm NOx durch mehrere anerkannte Wissenschaftler ernsthaft hinterfragt, zum anderen stellt sich jetzt beinahe beiläufig heraus, dass zumindest eine ganze Reihe von Messstellen an gesetzlich unzulässigen Stellen (nämlich deutlich näher, als die vorgeschrieben 25 Meter Abstand zu den Abgasquellen) aufgestellt wurden, die dann die inkriminierten - aber unter den Gesichtspunkten der Wissenschaftler immer noch unbedenklichen - Werte ergeben hatten. Die Frage muss erlaubt sein, welche Verantwortlichen von welchen Interessentengruppen derart (finanziell?) unter Druck gesetzt werden und wurden, um mit diesen bösartigen Tricksereien oder besser: diesem vorsätzlichem Betrug die Diesel-Autos der Bürger mit Hilfe der zwangsweise falschen Daten letztlich still zu legen. Ich fasse es nicht. Wenn jetzt nicht energisch und abschließend von höchsten Regierungsstellen eingeschritten wird, verstehe ich die Welt nicht mehr.

 Jörg Duffing Eichenau

Deutschland gibt sich eigene (erhöhte) Messwerte als Brüssel vorschreibt. Da frage ich, was der Treueeid eines Beamten bzw der Eid eines Politikers auf das Grundgesetz wert ist: Schaden vom Volk abwenden. Wurden die Meßstellen falsch gesetzt, damit ich meinen Diesel verschrotte und die Automobilindustrie ihre Umsätze steigern können? Sind die Behörden, die die Richtlinien umsetzen so dumm? und die Politiker, die den Prüfauftrag haben, einfach nur unfähig? Oder ist die Autolobby einfach bereits zu mächtig? Es müssen jetzt alle Meßstellen, die den Abstand nicht einhalten, abgebaut und die erhobenen Daten vernichtet werden. Dann muß ich wahrscheinlich meine Euro 4 Diesel nicht mehr verschrotten. Dem Merkur sei Dank über die Aufklärung. Fazit: die beiden großen (?) Volksparteien sind wegen Wählertäuschung für mich nicht mehr wählbar. Bin auf die politische Reaktion gespannt, wenn sie denn überhaupt kommt. Die Umweltpartei hat wissentlich von diesen falschen Daten profitiert: ein Wolf im Schafpelz! 

Horst Tippelt München

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