Allein der Staat profitiert

„Ältere Diesel raus aus den Städten?“; Titelseite 18. Dezember

Das Umweltbundesamt fordert die Verbannung von älteren Dieselautos aus Deutschlands Innenstädten! Im Jahr 2012 wurde seitens des Bundes die Nachrüstung mittels Katalysatoren bei älteren Dieselfahrzeugen mit 330 Euro (rund 25 % der tatsächlichen Kosten) bezuschusst, um die Euro-Norm 4 zu erreichen und in die entsprechenden Umweltzonen einfahren zu dürfen. Soll dies im nach hinein gesehen nur eine Wirtschaftsförderung des Staates, eine Steuermehreinnahme (19 % MWSt.) für den selben und eine Luftnummer für die Eigentümer der Fahrzeuge gewesen sein? Die Kfz.-Steuer wurde durch die Umrüstung dabei nicht gesenkt. Diese beträgt, bei mir und vermutlich allen anderen, weiterhin das Doppelte, also 13,48 Euro/100 cm3 gegenüber 6,71 Euro/100 cm3 für einen Pkw mit Benzinmotor und gleicher Euro-Norm 4. Egal ob viel oder wenig gefahren wird. Die Empfehlung den angeblich geringeren Steuersatz von 18,4 Cent/Liter Diesel dem Benzin anzupassen halte ich für falsch. Dies würde nur die Transportkosten aller Waren verteuern, auch der Lebensmittel die wir täglich brauchen! Profiteur wäre allein der Staat, der die Gelder dann anderweitig verpulvert! Ein Umweltgedanke ist hier nicht zu erkennen. Auch die Luftqualität der Städte allein von den Dieselfahrzeugen abhängig zu machen halte ich als falsch. Feinstäube wie der Abrieb von Bremsbelägen kommen nicht nur von Dieselfahrzeugen!

Alfred Müller Freising

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