An Trump scheiden sich die Geister

„Das Ende der alten Weltordnung“; Titelseite, Georg Anastasiadis: Die falsche Antwort; Kommentar 23. Januar

Wie muss sich der Expräsident Obama fühlen, wenn sein Nachfolger alles, was er mühsam geschafft hat, niedertrumpelt? 

Dagmar Velonavy Freising

Paradoxerweise kommt Friede nur, wenn man nicht ihn, sondern die Selbstlosigkeit sucht. Selbstsucht jeder Art reduziert uns und zerstört das Gleichgewicht, auf dem der Friede beruht. „Peace first“ sollte die Aussage aller Politiker und Menschen sein, warum nicht mehr an einem Strang ziehen und mit Vernunft das Gute anstreben, mit Verstand und etwas Ruhe die Dinge angehen und nicht nur gegeneinander kämpfen. Gemeinsam den Terror besiegen, die vielen Kriege beenden und den Hunger der Welt beseitigen, endlich den unsinnigen Rüstungswahn beenden, Freunde machen anstatt Feinde! Es gäbe doch viel zu tun auf dieser etwas gebeutelten Erde, bevor auch diese unsere Welt zugrunde geht, am Ende sitzen wir alle im selben Boot.

 Karlheinz Dettweiler Haimhausen

Was soll die große Hetze gegen den nun einmal gewählten Präsidenten der USA? Die Staaten der EU müssen doch auch mit ihm einen Weg des Umgangs finden, der auf diese Weise nur schwerer wird. Auch seine Devise „Amerika zuerst“ wird allenthalben kritisiert, obwohl es doch die wichtigste Aufgabe eines Regierenden sein muss, zuallererst sein eigenes Land und dessen Bürger zu fördern! Nur weil das seit langer Zeit in Deutschland nicht mehr der Fall ist, sind viele Menschen in Deutschland darüber verwundert und zu viele Politiker können diese wichtigste Zielvorgabe gar nicht mehr nachvollziehen – leider.

 Andrea von Beaulieu Marconnay Petershausen

Aha, Trump spaltet also die amerikanische Gesellschaft. Angeblich sogar schon vor seinem Amtsantritt. Ist da nicht die einzige logische Möglichkeit, dass das Land bereits gespalten war, bevor er antrat, denn sonst hätte er ja keine Mehrheit erzielt? Also war – wenn es eine Spaltung gäbe – ja eigentlich eher Obama der Spalter. Aber in Wahrheit gibt gar keine Spaltung. Es gibt nur eine neue Mehrheit, mit der sich die Unterlegenen nicht abfinden wollen. Vor allem Establishment, Medienschaffende und Publizierende. In Wahrheit geht es nur darum, dass die bei der Wahl Unterlegenen beleidigte Verlierer sind. Sie wollen nicht anerkennen, dass in einer Demokratie die Mehrheit bestimmt. Schlechte Demokraten also, bei allem Recht, anderer Meinung zu sein. Wer findet, dass eine Richtungsänderung eine Spaltung darstellt, hat Demokratie nicht verstanden. Trump ist der Präsident aller Amerikaner, auch derer, die ihn nicht gewählt haben. Wie Merkel oder jeder andere Politiker eben auch. 

Sebastian Heene Gräfelfing

Es geht unter die Gürtellinie, in welcher Form Donald Trump derzeit in Leserbriefen angegriffen wird. Die gleichen Personen, die sich über vermeintliche Populisten beschweren, verbreiten selbst Hassbotschaften und übelste Beleidigungen. Ist es denn so schwer nachvollziehbar, dass es dem arbeitslosen amerikanischen Wähler missfällt, wenn etwa Audi in Mexiko Fabriken plant, deren Autos für den US-Markt bestimmt sind und die Arbeitsplätze aber jenseits des Rio Grande entstehen? Gleichzeitig wird in europäischen Medien China als vermeintlicher Verfechter des freien Welthandels gefeiert. Warum entscheiden sich aber die Automobilhersteller nicht etwa im Billigland Vietnam für den chinesischen Markt zu produzieren? Ganz einfach, weil sich die Chinesen das nicht gefallen lassen und deren Politik sich von jeher nur am Eigeninteresse orientiert, was aber offensichtlich in Deutschland im Gegensatz zur Trump Politik niemanden stört. Natürlich sind manche Schnellschüsse von Trump für eine komplexe Welt zu vereinfachend. Die deutsche Politik wäre aber trotzdem gut beraten an unserer Freundschaft zu den Vereinigten Staaten keinen Zweifel zu lassen. Wenn man Trump schon diese digitale Wahrnehmung in Gut und Böse unterstellt, dann wäre es politisch und wirtschaftlich klug, zu den Guten zu gehören. Ich erinnere mich mit Grauen daran, wie dümmlich man beim G20 Gipfel mit Putin umgegangen ist und er isoliert am Katzentisch sitzen musste. Es wäre ratsam, diese Überheblichkeit mit Trump nicht zu wiederholen, sondern sich einen pragmatischen Zugang zu bewahren. 

Josef Sporer Seeshaupt

Trump ist ohne mehrheitliche Zustimmung der Bevölkerung durch ein verzerrendes Wahlsystem gewählt und vereidigt. Punkt und basta! Aber wenn man ihn beobachtet und seine sich ständig widersprechenden Aussagen analysiert, könnte man zur Ansicht kommen, der Mann ist dement. Er weiß doch heute nicht mehr, was er gestern oder vorgestern gesagt hat, bis auf seine rassistischen und frauenfeindlichen Äußerungen. Um ihn zu zwingen, sein wahres Gesicht zu zeigen, sollte die gesamte Presse der Welt ihn mal für 4 Wochen totschweigen. Das könnte dieser Egomane und selbstverliebte Sprüchereißer wohl kaum ertragen. Dann ließe er sicherlich alle letzten moralischen Hüllen fallen. Ich verstehe nicht, was in den Köpfen der Amerikaner vorging, als sie ihn wählten. Allerdings wäre ein Votum für Clinton auch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera gewesen. Nur wäre bei Clinton mehr Kontunuität zu erwarten gewesen. Und uns Deutschen wird es im September nicht viel besser ergehen, da auch wir unseren Kanzler nicht direkt wählen können.

 Margot Riedel Penzberg

Die Chemie stimmt nicht mehr. Aber was gibt deutschen und EU-Politgranden das Recht, dermaßen arrogant und voller Häme, auf den vom amerikanischen Volk gewählten Präsidenten ex cathedra herabzuschauen und zu lästern, der unkonventionell und – zugegebenermaßen undiplomatisch -- twittert: „Amerika zuerst, Amerika den Amerikanern!“ Jetzt sind Sie, Frau Bundeskanzlerin, erst einmal irritiert und sprachlos, weil der Neue im Gegensatz zu Ihnen, den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht als Erzfeind und Wurzel allen Übels hält, und den man als Bösewicht beschimpfen und mit Sanktionen bestrafen muss – auch wenn sich das als Bumerang für Deutschland erweist. Ist es tatsächlich so perfide, wenn Amerikas demokratisch gewählter Präsident an die nationale Verantwortung seiner Landsleute und Wirtschaftsführer appelliert, Arbeitsplätze zuerst im eigenem Lande zu schaffen, statt sie des schnöden Mammons wegen ins Ausland zu transferieren? Es ist zu wünschen, dass unsere etablierten Politiker, Konzernherren und Kapitalisten ähnlich denken und handeln, sich ihrer Verantwortung gegenüber den deutschen Arbeitnehmern bewusst werden und nicht nur ihre Bilanzen und Boni vor Augen haben, denn „unser aller Problem ist nicht die Globalisierung, sondern der Kapitalismus und die ungerechte Verteilung der Gewinne aus dem Welthandel“ (Zitat von Pascal Lamy, Ex-EU-Handelskommissar). 

Jürgen Engelhardt Stephanskirchen

Die europäische Politikschickeria ist entsetzt und ratlos zugleich über den Kurs des neuen amerikanischen Präsidenten Trump. Manche Polit-Protagonisten sehen und sehnen sich bereits das Ende der EU herbei. Das binnenmarktstarke Amerika wird aber protektionistische Markteinschränkungen leichter ertragen als das exportabhängige Deutschland. Die Antwort auf Amerika muss eine starke soziale Marktwirtschaft in Europa sein. Dies geht aber nur mit einer Neuausrichtung der EU. Es muss Schluss sein mit der Subventionspolitik und der dauerhaften Alimentierung von reformunwilligen und korrupten Staaten. Es muss auch Schluss sein damit, dass Kleinststaaten und leistungsunwillige Staaten Mehrheiten und Fortschritte in der EU blockieren können. Es muss auch Schluss sein damit, dass manche Staaten meinen, sie können sich nur die Rosinen aus dem EU-Topf herauspicken Zwei Grundpfeiler sind zu installieren: Mehrheiten entscheiden und wer zahlt, hat auch Sonderrechte bei Entscheidungen. Wobei nichts dagegen spricht, dass strukturschwache Gebiete in Form einer Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt werden. Wem dies nicht gefällt, kann die Gemeinschaft ja verlassen. 

Franz-Xaver Thielmann Feldkirchen-Westerham

Wer da alles zusammenläuft und sich in seiner Friedhofsruhe gestört fühlt!: Vor allem die immer gleichen Politikergesichter, die den Braten namens Deutschland, Europa und die Welt, das Geld der Bürger und die Wahrheit unter sich aufgeteilt und weiter ungestört zu verfrühstücken gedachten. Einem Herrn Steinmeier wird schon ganz schwummerig, hat er in seiner langen Bürokratenlaufbahn doch tatsächlich einmal etwas Konkretes formuliert, dabei allerdings den Präsidenten Trump beleidigt, und sorgt sich jetzt darum, ob er für seinen Antrittsbesuch schon mal Knieschoner besorgen muss. Ich bin fast 70, mein mir bekanntes Deutschland ist unter seinesgleichen flöten gegangen, da wünschte ich mir die Chance, auch so jemanden wählen zu können wie Herrn Trump, der seinen Mund aufmacht, auch mal spontan und zornig reagiert und danebenhaut. Klar schreckt das die sogenannten Diplomaten, die am liebsten alles unter den Tisch kehren und verschleppen und uns weiterhin mit Postengeschacher und Hohlfloskeln behelligen möchten. Diese Art von Weltordnung kann aber gerne enden. Mit herzlichen Grüßen an Herrn Trump! 

Wolfgang Moritz München

Wochenlang muss man sich als Bürger nun das Gejammere unserer Politiker und vieler Journalisten anhören, wie schlimm doch dieser neue Präsident Trump ist. Zwar erst 3 Tage im Amt, aber die Welt geht schon unter. Wann beginnen unsere Politiker (wieder) sich professionell zu verhalten und zu äußern ? Vor allem, wann fangen sie an, richtig zu analysieren ? Trump ist nicht die Ursache, Trump ist das Symptom bzw. das Ergebnis, ebenso wie viele rechte Parteien, wie die AfD. Es ist nicht der dumme Bürger, dem nur zu wenig erklärt wurde oder der nichts verstanden hat. Es sind Fakten, wie kaum regulierte Globalisierung, handwerklich schlechte Energiewenden und katastrophalen Flüchtlingspolitik, die Bürger von der Wahlurne weg oder zu anderen Parteien hin treiben. Abgesehen davon waren wir seit dem Ende des kalten Krieges insbesondere in Europa im Traummodus, Trump - ob gut oder schlecht - wird die notwendige Disruption, die kreative Zerstörung veralteter Sichtweisen befördern. Es gilt, das Herz in die Hand zu nehmen und anzufangen aktiv und vor allem realitäts- und praxisnah neue Politik des 21. Jahrhunderts zu gestalten. Eine neue Idee von Europa entsteht oder wird der Spielball der künftigen Blöcke USA - Russland - China! 

Michael Forster Gmund a. Tegernsee

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