Energiearmut

Stromkunden zahlen 35 Milliarden Steuern; Titelseite, Til Huber: Der Preis der Energiewende; Kommentar 17. Februar

„Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung halten die Energiewende für sehr wichtig oder wichtig“. Ein Zitat aus dem zaghaften Kommentar von Herrn Huber reiht sich nahtlos sich in die Reihe der unvollständigen Presseinformationen. Wenn man den Lesern die Unsicherheit der Klimaprognosen bzw. die geringen wissenschaftlich begründeten Kenntnisse über Klimaprozesse darstellen würde, (laut Vorhersage unserer bekannten Klimapropheten sollte es ja schon seit Jahren in Deutschland keinen richtigen Winter mehr geben) würde kein Mensch auch nur einen Cent für die sog. Energiewende ausgeben. Da die Bevölkerung aber nun seit Jahren alternativlos mit der Fragestellung konfrontiert wird: „Wollt Ihr den totalen Weltuntergang oder nicht? Wenn Ihr es nicht wollt, müsst Ihr die Energiewende akzeptieren!“ ist die Verbreitung derartiger Umfragewerte eine grobe Irreführung. Hat das Volk gewollt, dass aus den Trittinschen Kostenprognosen von höchstens einer Kugel Eis im Monat für eine Familie ein Kostenblock von 35 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen entsteht, an dem sich vornehmlich der Staat und einige wenige Personen oder Institutionen bereichern? Ein Kostenblock, der ständig weiter steigen wird! Hat das Volk gewollt, dass Zehntausende in die Energiearmut gezwungen werden, da sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können? Die deutsche Energiewende ist die größte Vermögens Umverteilung von unten nach oben, die je erfunden wurde. Weiß das Volk, dass Speicher für elektrische Energien erst noch erfunden werden müssen, um einen Industriestandort wie Deutschland ausreichend mit Strom zu versorgen? Weiß das Volk, dass auf Grund des schwankenden Stromanfalls aus Photovoltaik- und Windenergie- anlagen die Netze ständig an ihrer Stabilitätsgrenze betrieben werden und das Zusammenbrüche nur durch Zuschalten konventioneller Kraftwerke vermieden werden, die dadurch mit einem schlechten d.h. teuren Wirkungsgrad arbeiten müssen. Netzeingriffe, die Milliarden kosten? Weiß das Volk, dass je mehr „grüner Strom“ produziert wird, umso wichtiger Kohle und Kernkraftwerke sind, sei es um Wetterschwankungen auszugleichen oder als Phasenschieber „grünen Strom“ zu vernichten und damit Überspannungen und Frequenzschwankungen im Netz zu vermeiden. Die Energiewende entwickelt sich für Deutschland zu einer Horrorgeschichte staatlichen gesteuerten Missmanagements. Es wird höchste Zeit für eine kritischere Berichterstattung. 

Dr. Jürgen Langeheine Gauting

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