Milliardenkosten bei Grenzkontrollen

„Volk in Flüchtlingsfragen einbinden“; Leserbriefe 24. Februar „Milliardenverluste durch Grenzkontrollen“; Titelseite 23. Februar

Mehr oder weniger deutlich betonen alle Leserbriefe die Unzufriedenheit großer Bevölkerungsteile mit Parteien, Regierung und deren Handeln. Die Ursache wurde allenfalls gestreift aber nicht benannt. Die bestehende große Koalition hätte eine uneingeschränkte Gestaltungsmehrheit, selbst im Verfassungsrang. Praktisch ist das politische Handeln unmöglich. Die Koalition ist Regierung und Opposition in einem, im Wahlkampf (Krampf) vom ersten Tag an gelähmt. Gleich welches Problem, ein Lager ist immer dagegen. Beklagt wird auch die unmögliche Wahlentscheidung, weil durch Mehrheiten und Koalitionsverhandlungen das Gegenteil der Wahlentscheidung erreicht werden kann. Einzige Möglichkeit, Entscheidung für links oder rechts. Keine Angst Frau Fischer, selbst dreißig Prozent sind kein Grund zur Sorge. Wenn, ja wenn, wie geschehen, unverantwortliche Koalitionäre einer nicht gewollten Ermächtigung zustimmen. Moment, unverantwortliche Koalitionäre/Politiker, haben wir die nicht jetzt auch?

 Alois Aicher Taufkirchen/Vils

Vorab: Ich bin gegen Grenzschließungen. Merkwürdig ist mir immer nur, wie sich Zahlen hochschaukeln. Am 22. Februar berichteten Sie über jährliche Kosten von 3 Milliarden Euro (nach Berechnungen der EU-Kommission). Einen Tag später waren es mindestens 77 Milliarden in 10 Jahren nach einer Studie der Prognos AG. Die Schätzung geht hier von 77 bis 235 Milliarden in 10 Jahren. Wie ehrlich können solche Aussagen sein? Immer nach dem Motto: Wer bietet mehr? Angeführt werden hier mehr Kosten unter anderem bei Just-in-Time-Lieferungen. Mir stellt sich hier die Frage, wie hoch hier der Anteil im grenzüberschreitenden Verkehr ist.

Walter Amann Aufkirchen

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