Mehr Menschlichkeit

„CDU stärkt Merkel den Rücken“; Titelseite, Georg Anastasiadis: „Berauscht“; Kommentar 15. Dezember

Zu uns kommen keine Menschenmassen, sondern nur einzelne Menschen. Sind 1,2 Millionen Flüchtlinge keine Menschenmassen? In welcher Welt befindet sich die Kanzlerin? Geistig umgeben vom sozialen Größenwahn. Sie hat bereits soweit abgehoben, dass sie die Realitäten nicht mehr wahrnimmt. Merkel und die CDU sichern die Stimmen für die AfD.

Josef Reischl Bad Birnbach

Niemand, der für eine Obergrenze der Flüchtlinge eintritt, sagt, was geschehen soll, wenn diese Zahl erreicht ist. Soll man dann in den Heimatländern oder Lagern bekannt geben, dass bei uns die Zahl erreicht ist? Soll man sie an der Grenze stehen lassen bei Hunger und Kälte? Das Nachbarland wird sich schon kümmern. Wer hätte vor einem Jahr mit einer solch hohen Zahl gerechnet? Muss man nicht eingestehen, dass die Kanzlerin mehr Menschlichkeit und Vernunft zeigt als ihre Kritiker?

 Adalbert Mayer Weilheim

Die 1000 Parlamentarier, Parteifreunde und Gutgesonnenen der CDU mögen der Gesamteinschätzung von Frau Merkel zur Flüchtlingsbewältigung in Deutschland noch neun Minuten lang zugejubelt haben: Es bleibt im Endeffekt eine in Gang gesetzte und durch die Kanzlerin beflügelte zweite Völkerwanderung mit unabsehbaren Folgen – europaweit. Außer der einen Folge, dass wir keinen Einfluss mehr haben werden zur rechtlichen und produktiven Steuerung dieser Neuankömmlinge, ohne unsere Leute an den Grenzen und in den Ämtern und unser Finanzsystem zu verschleißen. Es sei denn, wir lernen alle arabisch und andere Fremdsprachen, verleugnen unsere europäisch geprägte Kultur mit ihren Freiheiten und den noch vorhandenen, christlich geprägten Glauben mit Feiertagen und Kreuzen in öffentlichen Gebäuden und wir lassen unsere millionenfachen, minderbemittelten Landsleute an der Armutsgrenze im Regen stehen und kümmern uns ausschließlich um die flüchtenden Menschen aus Nahost und Mittelasien und Afrika. Europa kann jedoch diese Masse an Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten dieser Erde - die zuhause dringend gebraucht werden zum Wiederaufbau und zur staatlichen Stabilität - nicht alleine aufnehmen. Das haben fast alle politisch-staatlich Maßgeblichen im EU-Raum inzwischen begriffen und beherzigt. Nur die selbst- und machtverliebte Frau Angela Merkel nicht. Eigentlich sollte sie mit allen ihren Claqueuren abtreten und vernünftigen, realitätsnahen Landsleuten die Entscheidungen zum Wohle des deutschen Volkes überlassen.

Günter Schäftlein Mittelstetten

Wann kommt ein EU-Asyl-Gesetz für alle Mitglieder? In Brüssel werden am laufenden Band sinnvolle und unsinnige Gesetze produziert. Aber ein notwendiges EU-Asyl-Gesetz für alle EU-Mitglieder bindend, ist nicht in Sicht. Auch unsere Regierung - schwarz + rot - denkt nicht im Traum daran etwas zu tun. Unser Asyl-Gesetz war vor 60 Jahren sicher richtig, aber durch die Globalisierung sind Änderungen dringend notwendig und gehören auf EU-Ebene angepasst. Die Kanzlerin mit Ihrem Mantra „Wir schaffen das“ hat sich total verrannt. Bei Ihrer Vereidigung gab's doch den Satz :“Schaden vom deutschen Volk abwenden“. Wir sind ein reiches Land wird überall rumposaunt, aber nicht erwähnt, dass wir 3 Billionen Schulden haben. Straßen, Brücken, Kindergärten, Sozialer Wohnungsbau, und die Kommunen klagen, überall fehlt das Geld. Bei über 1 Million Asylanten in einem Jahr sind das bei Mindestkosten von täglich 30,00€ pro Personen, 30 Millionen Tag für Tag und weitere 100.000de sind in Anmarsch nach Germany und späterer Familienzuzug. Die Flüchtlingsmassen mit total anderer Kultur wollen wir mit aller Macht integrieren auch ohne zu fragen, ob die das überhaupt wollen. Dass es so nicht weitergehen kann, trauen sich nur die Herrn Seehofer und Bosbach zu sagen. Es hejßt: Die Asylanten bringen wirtschaftlichen Aufschwung“. Wer bezahlt denn diesen „Aufschwung“. Das erinnert stark an Baron Münchhausen, der behauptete, er habe sich selbst am eigenen Schopf aus den Sumpf gezogen. Wir sind gerade etwas mehr als 1% der Weltbevölkerung, aber offerieren unbegrenztes, weltweites Asyl.

Max Neubauer Pastetten

Frau Bundeskanzlerin die CDU wird in der Flüchtlingspolitik nur dann gewählt werden, wenn sie die Vorstellungen ihres rechts-konservativen Flügels um MdB Bosbach übernimmt und umsetzt. Doch entgegen einer großen Bürgermehrheit wurden diese Politiker auf dem Parteitag brüsk abgekanzelt. Wer nämlich das Ohr am Volk hat weiß nämlich, dass euere Umfragen hinten und vorne nicht stimmen. Außerhalb Bayerns reiben sich AfD-Politiker dank dieser Politik die Hände; denn sie können mit einem Stimmenanteil von ca. 15 % rechnen. Die CSU ist gut beraten, diese vordergründige Einigkeit samt show-klatschen zu beenden und ihr in Wildbad Kreuth erneut die Notwendigkeit des bayerischen Weges vorzulegen und einzufordern. Träumt sie aber weiterhin von einer gerechten europäischen Verteilung von Millionen Flüchtlingen und liebäugelt mit den Grünen sollte sie nicht mehr unsere Schwester sein.

Hans Sandner Ampfing

Die ganze (menschenverachtende?) Absurdität der aktuellen Asylpolitik wird dem aufmerksamen Leser in Ihrer heutigen Ausgabe vom 15.12.2015 bewusst, in der Sie über die Flüchtlinge berichten, die aufgrund ihrer Notlage unter Aufwendung größter Mühen und dem Einsatz hoher finanzieller Mittel und vor allem unter Lebensgefahr auf der griechischen Insel Lesbos stranden, während dagegen unsere Bundeskanzlerin sich dieser Tage auf dem CDU-Bundesparteitag für ihre ach so „humane“ Flüchtlingspolitik feiern lässt. Unwillkürlich fragt man sich, was da nun human an der Asylpolitik der Bundesregierung sein soll, die nach derzeitiger Rechtslage verlangt, dass ein Asylbewerber erst eine sauteure und hochgefährliche Reise in halbkaputten Seelenverkäufern übers Mittelmeer und hermetisch-abgeriegelten Kühl-Lkws unternehmen muss, auf der nicht wenige bemitleidenswerte Menschen ihr Leben lassen, um erst nach Erreichen unseres Bundesgebiets seinen Asylantrag stellen zu können, der dann in der Mehrheit der Fälle abgelehnt wird, sodass all die Mühen und Gefahren umsonst waren! Das, was die Bundeskanzlerin da betreibt, ist keineswegs human, sondern scheint eher ein menschenverachtender Ausleseprozess der Stärksten und Vermögendsten zu sein. Warum können wir nicht über alle Parteigrenzen hinweg endlich die altbekannte Lösung dieser Misere anpacken, wie es vor über 10 Jahren bereits Otto Schily (SPD) vorgeschlagen hat und heutzutage von CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer, vom slowakischen EU-Abgeordneten Richard Sulik und vor allem von der rechtskonservativen Partei AfD gefordert wird: Asylanträge werden VOR der Einreise nach Deutschland in heimatnahen Botschaften und Konsulaten gestellt bzw. im Falle der Bürgerkriegsländer stattdessen in den heimatnahen Flüchtlingslagern des UNCHR (weitere könnten von der EU oder von Deutschland eingerichtet und betrieben werden). Dann müsste kein Flüchtling mehr im Mittelmeer ertrinken oder in Kühl-Lkws ersticken, kein Flüchtling müsste mehr mit 3000 – 120 000 Euro eine verbrecherisch agierende Schleusermafia unterstützen und das Unterbringungs- und Kostenproblem in Deutschland wäre ebenfalls vermindert, weil nur noch bereits anerkannte Flüchtlinge auf legalem Wege günstig und sicher nach Deutschland kommen würden. Es könnte manchmal so einfach sein, wie schon Claus Kleber im ZDF heute Journal sagte.

Wilhelm und Krishna Seefried Freising

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