Flüchtlinge und die Folgen für das Land

„Österreich verschärft Grenzschutz“; Titelseite, Georg Anastasiadis, Mike Schier, Christian Deutsch- länder: „Ein freundliches Gesicht reicht nicht“, Interview mit Alexander Dobrindt; Politik 19. Januar

Die Hoffnung, schnell zu Fachleuten zu kommen, trübt den Blick. Wir isolieren uns in der EU. Bald dürften zehn Millionen auf dem Weg sein. Wenn die Nachbarn auf unser kleines Land – ohne freie lukrative Siedlungsflächen – schauen, was könnten sie von uns erwarten: 1. Flüchtlinge, die schon da sind, muss man gesund über den Winter bringen. Manche über einen zweiten. 2. Die Herkunftsländer benötigen alle ihre wenigen Fachkräfte zum Wiederaufbau selbst, es wäre unfair, die Besten hier abzuwerben. 3. Damit Heimkehrer ein Startguthaben haben, sollte man hier schnellstens bezahlte Arbeit vor Ort organisieren – als Freunde gekommen, als Freunde heimgekehrt. 4. Nachforschung zu Herkunft und Asylgrund ist dann unnötig. Der Aufbau einer Überwachungsstelle wird eingespart. In den Herkunftsländern könnten wir mit gleichem Geld etwa der fünffachen Anzahl Menschen helfen mit Nahrung (und Weiterbildung), sofern die kostspieligen Integrationsversuche in unsere komplexe Infrastruktur eingestellt werden. Unsere Nachbarländer blicken auch auf unsere momentanen Überschüsse aus Auto- und Waffenexporten und erwarten vermutlich speziell von uns diese massive Hilfe im Süden.

Hans G. Musch Otterfing

Täglich wird von Tausenden neuen Flüchtlingen berichtet. Wie lange wird es die Bundesrepublik Deutschland noch geben, bis wir ein Staat wie die USA (bestehend aus Völkern aller Nationen) sind? Ein Änderung der Lage ist nicht in Sicht.

Richard Hartung München

Aufgrund der weiterhin kommenden hohen Flüchtlingszahlen verschärft nun Österreich seinen Grenzschutz und in Deutschland mehren sich auch Stimmen, das Gleiche zu tun. Nun es ist in Kürze abzusehen, wenn wir nichts tun, endet das in einer nicht mehr zu beherrschenden Situation, und wenn wir die Grenze schließen, kommen auf uns auch gewaltige Veränderungen zu, die nicht zu unserem Vorteil sind. Soweit hätte es nicht kommen dürfen, das kommt ja einem Versagen der Politik nahe, und das ist gefährlich für unser Land. Bis heute haben den gesamten Umfang der Situation, in der sich Europa befindet, ein Teil unserer Politiker noch nicht begriffen, und das verstehe ich persönlich nicht. Man spricht immer noch von „wir schaffen das“. Dieses „wir schaffen das“ hat uns nun mal in die bestehende Situation gebracht. Wir dürfen heute auch nicht sagen: Es war ja gut gemeint von unserer Kanzlerin, so ist es aber nun mal nicht, Politik muss immer vorausschaubar, berechnend und gut durchdacht sein – dafür hat ja die Kanzlerin einen großen Beraterstab um sich. Die Flüchtlingspolitik wäre ganz anders verlaufen, wenn unsere Kanzlerin im Vorfeld alle EU-Länder einvernehmlich mitgenommen hätte und nicht allein so handelt. Auch unser Finanzminister hat so getan, als zahlen wir das alles aus der Portokasse – drum will er ja eine neue EU-Steuer, weil es auch finanziell kaum noch zu schaffen ist und Milliarden kostet. Im Moment läuft alles durcheinander, der Bürger weiß gar nicht mehr, wem er noch glauben soll. Auch die SPD hat den gleichen Kurs gefahren, immer der CDU hinterher. Es gibt eigentlich nur eine Lösung: Kurzfristig verschärfte Grenzkontrollen, um den Zustrom von Flüchtlingen einzudämmen, sofortige Krisensitzung aller EU-Länder mit dem Ziel das Flüchtlingsproblem gemeinsam lösen zu müssen (Schwerpunkt liegt auf müssen). Wenn dies nicht gelingt, war der Gedanke einer einheitlichen EU nur eine Vision, die am Menschen gescheitert ist. Nun gehen wir aber mal davon aus, das wir doch noch einen vernünftigen Weg finden im Interesse der Flüchtlinge, Europas und unseres Landes. Ich persönlich weiß auch keinen anderen Ausweg, leider. Was wir auch machen werden, wird weitere Probleme mit sich bringen.

Siegfried Marienfeld Peiting

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