Zur Flüchtlingsdebatte

Es ist richtig dass Deutschlands-Handwerksbetriebe zunehmend junge Arbeitskräfte benötigen. Und man baut natürlich auf junge Asylbewerber.

Aber die brauchen, wenn sie integriert sind auch eine Wohnung. Hier stellt sich die Frage, wer soll ihnen Wohnraum geben. Ich kann mich als Kind bin Jahrgang 1941 noch gut erinnern, meine Eltern hatten einen Bauernhof und mussten wie alle im Ort nach dem Weltkrieg Heimatvertriebene aufnehmen. Das ging alles unbürokratisch und ohne Aufregung. Warum greift man nicht zu diesen Mittel. Die Bauernhäuser sind doch nicht kleiner geworden. Außerdem besitzen Bauern geeignete Grundstücke und können dem Staat beim Bau von Wohnraum nützlich sein.

Karl Schaller Giesenbach

Die Argumente von Bundeskanzlerin Merkel im Fernsehinterview bei Anne Will am 28. Februar 2016 waren in intellektueller, politischer, strategischer und ethischer Hinsicht um Lichtjahre den unüberlegten Worthülsen überlegen, die wir uns tagtäglich von der bayerischen Staatsregierung anhören müssen. Gefehlt haben allerdings Überlegungen zum mittel- und langfristigen demografischen und wirtschaftlichen Nutzen der Flüchtlinge für die BRD: Kein Wunder, dass fast alle Wirtschaftsverbände Zäune und Mauern allein aus ökonomischen Gründen ablehnen. In der Debatte sollte dieser Aspekt mehr beleuchtet werden. Außerdem müssen sich die Kirchen wesentlich mehr einmischen, die Bischöfe ebenso wie die Pfarrer in ihren Sonntagspredigten, und den sich christlich nennenden Politikern und manchen Kirchgängern klar machen, dass jeder Mensch seine eigene, ihm von Gott unwiderruflich gegebene Würde hat, die auch einen Anspruch auf Hilfe enthält. Dem Fürstenfeldbrucker katholischen Dekan Albert Bauernfeind sei gedankt, dass er das immer wieder tut.

Bernhard Hein Fürstenfeldbruck

Es wäre für die Glaubwürdigkeit mancher moralisierender Mitbürger durchaus hilfreich, wenn deren Beitrag bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise über das bloße Schreiben von Leserbriefen hinausgehen würde. In der Realität kenne ich niemanden, der sich finanziell substantiell einbringt, die meisten wollen die Probleme und Kosten nur der Allgemeinheit aufbürden. Aber ist es wirklich so eine gute Moral, wenn die Ausgaben für die Asylsuchenden ein Vielfaches dessen ist, als für die gesamte deutsche Entwicklungshilfe zur Verfügung steht? Ist dies nicht eine schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den wirklich Armen in der Welt, die in ihren Heimatländern aushalten oder denen schlichtweg das Geld fehlt, um sich von kriminellen Elementen nach Deutschland schleusen zu lassen? Mir ist unbegreiflich, dass wir die Nöte in den Heimatländern ignorieren, aber sobald sich die gleichen Menschen bis nach Europa durchgeschlagen haben, bricht durch die mediale Aufmerksamkeit hierzulande das große Mitfühlen aus. Nach einer Schätzung vom Entwicklungsstaatssekretär Thomas Silberhorn sind auf dem Weg nach Europa – auch angelockt durch die deutsche Politik – allein in der Sahel-Zone zirka eine Million Menschen elend ums Leben gekommen. Ich fürchte Kanzlerin Merkel und die Unterstützer der Willkommenskultur repräsentieren – frei nach Goethe – jene Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft.

Josef Sporer Seeshaupt

Die Zeit, um in aller Ruhe zu einer europäischen Lösung zu kommen, hat Frau Merkel nicht - und das hat gar nichts mit AfD, Pegida und den unmittelbar und künftig anstehenden Wahlen zu tun. Sicher wird man sich in vielen Monaten bis mehreren Jahren auf einen (kleinsten) gemeinsamen Nenner einigen. Doch was geschieht bis dahin? Die Menschen kommen weiterhin nach Europa, die Zahlen werden ab dem Frühjahr wieder drastisch ansteigen. Im Moment ist wegen der geschlossenen nationalen Grenzen in Griechenland und der Türkei erst einmal Endstation. Wie lange wird das wohl so weitergehen können? Und was ist, wenn dieser Sack platzt? Griechenland ist schon mit der Lösung seiner eigenen Probleme überfordert, was verlangt man von diesem Land eigentlich noch alles? Ein wenigstens vorläufiger Plan B, den Frau Merkel nach eigener Aussage bei Anne Will nicht hat und der wirksam helfen könnte, eine weitere Zuspitzung der Lage zu verhindern, wäre jetzt wichtig.

Rotraud Oechsler Miesbach

Was sind das für Eltern, die ihre minderjährigen Kinder auf eine Reise ins Ungewisse schicken, wohl wissend, dass die Gefahr, auf dieser Reise zu Tode zu kommen, sehr groß ist? Welche Gedanken treiben diese Eltern zu diesem Entschluss? Ich habe einen Sohn, der im Mai 15 wird. Ich kann mir keine einzige Situation vorstellen, die mich freiwillig dazu bringen würde, mich von ihm zu trennen, geschweige denn, ihn in den möglichen Tod zu schicken! Lieber würde ich ihn in den Arm nehmen und mit ihm das Ende abwarten, wenn es denn so weit kommen sollte. Vielleicht liegt es daran, dass ich nur den einen habe und nicht deren viele? Warum nur bekommen Menschen, die unter schrecklichen Umständen leben und nicht wissen, wo sie das Essen für den nächsten Tag herbekommen sollen, so viele Kinder? Das soll mir mal einer von denen erklären!

Michaela Bugar Attenkirchen-Thalham

Was passiert nur mit Deutschland? Es ist selbstverständlich, das Kriegsflüchtlingen geholfen werden muss. Es ist auch selbstverständlich, dass diese Leute untergebracht und versorgt werden müssen. Es ist aber nicht selbstverständlich, dass Deutschland von unberechtigt eingereisten Personen buchstäblich überrannt und zur Handlungsunfähigkeit getrieben wurde und das nur, weil die verantwortlichen Politiker in Berlin es bis heute nicht geschafft haben, einen 70 jährigen Grundgesetztext auf heutige Befindlichkeiten abzuändern. Es ist doch mittlerweile dringendst notwendig, dass auch deutsche Grenzen wieder überwacht werden müssen, früher hat sich ja auch niemand gestört, wenn man etwas Zeit an der Grenze zum Urlaubsort einplanen musste. Das Geschrei der „oberen Zehntausend“ kann ich nicht gelten lassen, dass es zu größten Einbußen kommen würde, bis zur Grenzöffnung ist Deutschland doch hervorragend wirtschaftlich dagestanden, mit der Einführung des Euro wurde auch nur der Normalbürger übervorteilt, man bedenke nur was heute ein Mittagessen im Vergleich zu DM Zeiten kostet. Dass es keinen Sinneswandel der bis heutig Aufnahmeunwilligen EU Staaten geben wird ist doch klar, diese Staaten haben sich nur in der EU wohl gefühlt, solange sie sich aus dem EU Topf bedienen konnten. Das Anbiedern an Herrn Erdogan ist ein Armutszeichen der Regierung, wenn sich die Damen und Herren Politiker in Berlin nicht umgehend wieder deutschen Interessen zuwenden und an die eigenen Bürger denken, sollten sie so schnell als möglich für kompetentere Leute Platz machen . Eine ehrliche Aussage zu den tatsächlich auf die Bürger zukommenden Kosten wäre endlich angebracht, die Zeiten der Verniedlichung, Verschleierung von Tatsachen und fast schon unehrlichen Aussagen sollten jetzt endlich der Vergangenheit angehören.

Konrad Hörl senior Wolfratshausen

Nach der Werbeeinlage von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei Maybrit Illner für die SPD vor den drei Landtagswahlen in Deutschland ein Sozialpaket für sozial schwache Mitbürger einzubringen folgt eine indirekte Wahl-werbe - Veranstaltung der Bundeskanzlerin Merkel bei Anne Will am 28.02 .2016 Landtagswahlen für die CDU. Ein Zufall bei ihren vielen Terminen? Unsere Bundeskanzlerin macht für alle Menschen in Deutschland Politik. Sie hat in ihrer Aussage mit „Wir Schaffen das“ auch viel gedanklichen Freiraum benutzt ohne Bezug zu nehmen, das sie als „Bund“ im Wesentlichen die Kosten auf die Länder und bereits verschuldeten Kommunen abwälzt deren tragenden die Bürger mit ihren Steuern sind. Die ihr wohlgesinnten Wirtschaftsverbände stützen ihre Politik. Die Frage muss man stellen dürfen, wie lange Frau Merkel sich mit ihrer Politik schon für alle als Bundeskanzlerin bemüht, wenn circa 10 Prozent der Beteiligten 90 Prozent und circa 90 Prozent der Beteiligten 10 Prozent am „ Wohlstandskuchen “ teilhaben. Die neuerliche Zunahme der Verarmung der Bevölkerung weist als Sachlage im Wesentlichen auf das immer währende Gebrauchen politischer Aussagen und deren beinhaltenden Worthülsen hin.

Klaus Engelmann Garmisch-Partenkirchen

Merkel lehnt Grenzschließung ab; Titelseite, Das Leben der Kinder; Leserbriefe 29. Februar 

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