Schicksalhafte Entwicklung

„Das Radikalisierungsrisiko steigt“; Titelseite 7. Februar

Der Artikel über die Aussage des BKA-Chefs Holger Münch hat zu wenig Beachtung gefunden, obwohl er eine möglicherweise schicksalhafte Entwicklung anspricht. Irgendwann wird uns die Jahrhundertlüge „Wir schaffen das“ einholen. Im Sommer wird es drei Jahre, dass uns die Zuwanderer-Lawine überrollt hat und wir haben nichts geschafft. Außer ein paar lobenswerten, aber völlig unzureichenden, Erfolgsmeldungen ist genau genommen alles unverändert. Es sitzen nach wie vor über eine Million Flüchtlinge in Unterkünften verschiedenster Art und warten. Worauf? Offenbar sind sie nicht in unseren Arbeitsmarkt einzugliedern. Und es sollen noch jährlich 200 000 dazukommen, also in fünf Jahren noch mal eine Million, und dann noch zehntausende von Familienangehörigen. Herr Münch spricht von Träumen der Flüchtlinge die platzen. Ich nenne es , die Vorstellung dieser Menschen von einem Leben in einem Land, wo Milch und Honig fließen, die sich nicht erfüllt hat. Dann wächst die Unzufriedenheit, erst leise im Verborgenen, aber irgendwann schlägt diese leise Unzufriedenheit in Protest um und dann wird es laut, sehr laut. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir ja in den letzten Tagen am Bahnhof in Donauwörth gehabt. 

Gerhard Fichtner München

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