Arbeit ist das Beste

„Nichtstun ist das Schlimmste“; Titelseite 2. Februar, Georg Anastasiadis: Das falsche Mittel; Kommentar 1. Februar

Arbeit ist das Beste für Flüchtlinge und für uns, weil: 1. Arbeitende Flüchtlinge finanzieren sich selbst und liegen uns nicht auf der Tasche. 2. Arbeitende Flüchtlinge zahlen in unsere Systeme ein: Steuer, Kranken- und Rentenversicherung. 3. Sie entlasten unseren Arbeitsmarkt – Arbeitgeber suchen händeringend Personal. 4. Erlernen von deutscher Sprache und Kultur. 5. Sozialkontakte sind für gegenseitiges Verständnis wichtig. 6. Arbeit bringt Struktur in den Alltag. 7. Flüchtlinge können ihre Familien zuhause finanziell unterstützen – eine bessere Entwicklungshilfe gibt es nicht. 8. Flüchtlinge in Arbeit sind gut für unsere Sicherheit – wer Arbeit hat, hat keine Zeit für Unfug. 9. Es werden Traumata, erlitten im Heimatland oder auf der Flucht, verarbeitet. 10. Es kommen keine neuen Traumata hinzu wie: Hier bin ich nichts wert, nicht anerkannt. Ich betreue in Krailling junge Pakistani – alle gesund und fleißig, teilweise sehr gebildet, alle arbeitswillig und die meisten davon bisher bereits in Arbeitsverhältnissen mit Verdiensten um 1000 netto. Das heißt, sie bezahlen Steuern, Krankenversicherung und Rentenversicherung. Nun hat teilweise die Weisung von Innenminister Hermann dazu geführt, dass nur sehr schwer Arbeitsgenehmigungen bzw. deren Verlängerungen zu bekommen sind. Meine Jungs sitzen den ganzen Tag zu sechst in einem Container und verzweifeln an ihrem Leben! Bei schönem Wetter könnten sie raus zum Fußballspielen – aber jetzt bei der Kälte? Alles kostet Geld – und Geld gibt es nicht! Zurück nach Pakistan will trotzdem keiner, das Land ist höchst unsicher, zu ihren Familien können sie nicht zurück. De facto brauchen wir eine Querverbindung von Asylsuchenden in unseren Arbeitsmarkt. Mein Vorschlag: Bleiberecht auf Widerruf statt Ablehnung und Abschiebung! Integrationswillige mit Arbeitsplatz sollten bei uns bleiben dürfen, zumindest solange unser Arbeitsmarkt sie aufnehmen kann.

 Edith Sassen Krailling

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