Gleiche Sozialleistungen in allen EU-Staaten

CDU denkt über Obergrenze nach; Titelseite 11. September

So lange in den Staaten der EU für Flüchtlinge nicht die gleichen Sozialleistungen in voller Höhe und Umfang gewährt werden, ist es Schwachsinn, Flüchtlinge gegen ihren Willen und gegen die Bereitschaft einiger EU-Staaten innerhalb der EU zu deportieren. Wer sich auf den weiten und gefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa auf macht, hat mit Sicherheit dort ein Ziel vor Augen. Deutschland und die skandinavischen Länder haben den höchsten Sozialstandard. Schiebt man 100 Flüchtlinge nach Polen oder Ungarn ab, werden davon 99 in kürzester Zeit wieder in Deutschland sein. Bitte vor der Gesetzgebung in EU und Berlin den Gehirnkasten einschalten!

 Paul-Gerhard Berndt Hofheim 

Wir denken an das Papst-Wort: „Wer sich den Ärmsten der Armen zuwendet, wendet sich Gott zu.“ Und das Bibelwort: „Was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ Wir sind Katholiken und müssen sagen, dass wir auch Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen müssen (außer Kriminelle und Eingliederungsunwillige). Diese sind ärmer als die Ärmsten bei uns. Bei uns gibt es auch viel Leid, ich gebe auch Obdachlosen am Straßenrand einen Obolus, aber hier hat jeder Anspruch auf eine Grundversorgung. Das ist dort nicht der Fall. Wie war es nach dem Krieg? Das hatten wir noch erlebt. Die heutigen Flüchtlinge mit anderen Hautfarben sich auch Menschen und Gottes Geschöpfe wie wir. Ein Unterschied? Ein klares Nein. Wir versündigen uns an Gottes Geschöpfen, wenn wir diesen Menschen nicht helfen. Wir waren arm und hatten bereitwillig geholfen. Heute sind wir das fünftreichste Land der Erde. Aber abgeben wollen wir nichts. Wir sind über 80 Millionen Menschen. Können wir nicht die paar Millionen aufnehmen, die kommen wollen? Damals ging das. Heute nicht? Es ist ein Hohn, nur 200 000 Menschen aufzunehmen. Die Fluchtursachen sind zu bekämpfen. Aber solange dort Fanatiker regieren und Menschen enthaupten, geht das nicht. Leider gilt auch bei uns immer noch das alte Wort: Die Ärmsten geben am meisten und die Reichsten am wenigsten. Wir schachern und schachern, vergessen aber: Unser letztes Hemd hat keine Taschen. 

Theodora und Edelhard Amenda Kassel

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