Großbrand im Europa-Park Rust: Fahrgeschäfte brennen 

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Flughäfen mit Magnetschwebebahn verbinden

Dirk Walter: Verhaltenes Wachstum am Flughafen; Titelseite 16. Januar

Der Ausbau des Münchner Flughafens auf die Notwendigkeit einer dritten Landebahn ist dahingestellt. Auch wenn eine Aussicht auf 2,6 % Wachstum angezeigt ist, ist die Notwendigkeit der dritten Startbahn vorerst nicht gegeben, obwohl ein Vorteil einer dritten Start- und Landebahn nicht von der Hand zu weisen sind. Man beachte aber die finanziellen Aufwendungen, die in keinem Verhältnis zu den Nachteilen für die Bevölkerung stehen. Es stellt sich doch die Frage: Braucht man denn noch so einen riesigen Flughafen, dem ein ganzes Dorf geopfert werden muss, oder nicht? Wäre ein Verbund der vorhandenen Flughäfen nicht vorteilhafter auf ein daher gehendes Nachtflugverbot in MUC. Es könnte einen Gedankengang wert sein, indem man die bestehenden Flughäfen Memminger Berg und Penzing per Magnetschwebebahn miteinander verbindet. Und alle Probleme sind gelöst. Und auch für die nächsten 100 Jahre. Das Geld für den Ausbau für eine dritte Startbahn investiert in eine Magnetschwebebahn, das wäre eine sinnvolle Investition in die Zukunft des Landes und löst zugleich nebenher ein Transportproblem ins Allgäu. 

Peter Schlink München

Im Münchner Lokalteil derselben Zeitung hat sich Herr OB Reiter vor dem Plakat einer Ausstellung in den Rathausgalerien abbilden lassen. „München weiterdenken“ steht darauf. Ich möchte das Motto aufgreifen und zwei Gedanken formulieren, wie man München und seinen Flughafen weiter ins 21. Jahrhundert entwickeln kann. Das Erste ist, endlich den Irrglauben der letzten 200 Jahre aufzugeben, dass alles nur dann funktioniere, wenn es Wachstum habe. Wie die angeführten Zahlen zeigen, wird der Flughafen nicht pleitegehen, wenn er nicht ständig mehr Starts vorweisen kann und er braucht dafür auch keine dritte Startbahn, wie Heathrow in London beweist. Gefordert ist vielmehr eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung. Und das führt gleich zu meinem zweiten Gedanken. Immer mehr Starts bedeuten nach der Philosophie des Wachstums auch immer größere Maschinen. Weil man aber auch im Digitalzeitalter offenbar nicht in der Lage ist, Flugzeuge, deren Tanks noch halb voll sind, sicher landen zu lassen, werden auch über dem Münchner Umland jährlich tausende Autotanks Kerosin abgelassen, das unsere Umwelt schleichend verseucht. Zuerst einmal muss darüber nachgedacht werden, wie man diese unsägliche Umweltverpestung abstellen kann. Da muss noch viel weitergedacht werden. Eine dritte Startbahn braucht man dazu aber sicher nicht.

 Dr. Georg Glonner München

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