Leere Versprechungen

Christian Deutschländer: Startbahn-Beschluss auf 2018 vertagt; Titelseite 28. Juli

Narrenfreiheit für Luftverkehr? Herr OB Reiter spricht von möglichen Fahrverboten für Dieselautos in der Landeshauptstadt wegen der zu hohen Luftverschmutzung. Andererseits würde er neuerdings einen Startbahnneubau am Flughafen mit noch mehr Luftverschmutzung nicht mehr generell ausschließen! Dazu kämen mit einer dritten Startbahn zusätzliche Belastungen durch Lärm, Feinstaub, Ultrafeinstaub und Zubetonieren von wertvollem Acker- und Wiesenboden für die vielen Bürger in den umliegenden Landkreisen des Flughafens von Landshut bis München und von Pfaffenhofen bis Ebersberg. Auch Frau Merkel betont mit Recht immer und überall in der Welt die Wichtigkeit des Kilmaschutzes. Damit dies nicht nur leere Versprechungen sind, könnte sie sich als Bundeskanzlerin für den Startbahnverzicht stark machen, weil der Bund als Gesellschafter der Flughafen-München-GmbH eine Beteiligung von 26 Prozent am Flughafen München hat. Bei alljährlich auftretenden hohen Ozonwerten werden die Bürger über die Medien immer wieder aufgerufen, unnötige Autofahrten zu unterlassen. Und was ist da mit dem Luftverkehr? Kein Aufruf, unnötige Flüge zu unterlassen! Hat der Luftverkehr Narrenfreiheit? Wird dieser durch Lobbyisten geschützt? Hier vermisse ich nicht nur bei hohen Ozonwerten, von unserer Gesundheitsministerin Melanie Huml, von der Umweltministerin Ulrike Scharf und von unserem Heimatminister Markus Söder uns Bürger von Schaden zu schützen! Wozu haben wir diese Herrschaften? Wer schützt unsere Gesundheit, die Natur und unsere Heimat? Herr Söder, der auch Aufsichtsratsvorsitzender bei der Flughafen-München-GmbH ist? Hätte er Charakterstärke, würde er eines der beiden Ämter aufgeben! Ein Vorschlag für weitere Startbahnbefürworter wie Erwin Huber: sie sollten ihren Hauptwohnsitz mit ihren Familien in die Nähe des Flughafens verlegen, wenn es da so angenehm und gesund zu leben wäre. Außerdem zur Verminderung der Luftverschmutzung: Wann kommt die Kerosinsteuer, ähnlich hoch wie beim Straßenverkehr? Kurzstreckenflüge sollten zu Gunsten der Bahn gestrichen werden. Fluggesellschaften sollten nicht mehr mit Subventionen auf Kosten der Allgemeinheit nach München gelockt werden. 

Erich Hack Freising

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