Leserbriefe

Fragen zur Corona-Impfpflicht

Wolfgang Hauskrecht: Scharfe Kontrollen sind Pflicht; Kommentar 24. November,
Mike Schier: Impfpflicht: Debatte wird lauter; Titelseite 22. November,
Wir müssen nicht auf die Impfpflicht warten; Leserforum 23. November

Impfpflicht wie geht das? Es bedarf schon einer gehörigen Portion Fantasie, um sich vorstellen zu können, wie es gelingen soll, die nun von vielen Seiten geforderte Impfpflicht umzusetzen. Abgesehen von den zu erwartenden rechtlichen Hürden, fehlt mir der Glaube an die Fähigkeit der Behörden, die erforderlichen Daten zu erfassen und der Exekutive zu liefern. Nachdem bereits vor Kurzem Zweifel an der korrekten Erfassung aller Geimpften laut wurde, diese Zahl jedoch wesentlich ist, um den Personenkreis der Ungeimpften zu erfassen, scheint hier das Chaos vorprogrammiert. Daneben ist mit erheblichem Widerstand, bis hin zur massiven Gegenwehr, vor allem aus dem Kreis der Impfverweigerer, zu rechnen. Das bisherige Auftreten der Querdenken und anderer militanter Randgruppen sollten uns Warnung genug sein. Unsere leidgeprüften Polizisten bedauere ich schon heute, zumal sich im Internet viele der dann Zwangsgeimpften als Märtyrer feiern lasse werden und die Mär vom Polizeistaat propagieren.

Friedrich Wörnzhofer

Peiting


Da verstehe ich die Welt nicht mehr! Den Gastronomen und ihren vielen 450-Euro-Kräften wird seit vielen Wochen zugemutet erst eine 3G Kontrolle durchzuführen und seit 2 Wochen sogar 2G (mit Ausweiskontrolle). Wir sind weder geschult noch befugt!!! Jetzt kommt 3G bei der DB beziehungsweise MVG. Ihrem Personal (das über sichere Arbeitsplätze und ein festes Einkommen verfügt) ist diese Zusatzarbeit nicht zuzumuten? Jetzt soll dort ausgerechnet die Bundespolizei helfen, die genau seit zwei Wochen die Gastronomiebetriebe massiv kontrolliert, ob sie die Vorgaben einhalten? Und die Gastronomie muss jetzt auch noch um 22 Uhrschließen. Warum genau? Womit kann man es begründen? Hier wird doch mit zweierlei Maß gemessen, das stinkt zum Himmel! Die Gastro ist wohl das leichteste Opfer, mit uns kann man es machen. Obwohl erwiesen ist, dass wir quasi keine Ansteckungsorte sind und uns strikt an alle Vorgaben halten.

Anne Otto

Gräfelfing

Herr Wieler vom RKI kündigte bereits im Juli an, dass der Impfschutz nach ca. 4 Monaten enorm abbaut und aufgefrischt werden muss (Beispiel Israel). Anscheinend interessierte das im Sommer aber keinen und vor der Wahl traute sich wohl niemand, der Bevölkerung mitzuteilen, dass der Impfschutz nur noch schwach oder gar nicht mehr wirkungsvoll ist. Und nach der Wahl war man damit beschäftigt den Schuldigen für das Wahldebakel ausfindig zu machen. Zu allem Übel wurden noch die Impfzentren geschlossen und die Daten gelöscht. Ups... doch auf einmal war die Pandemie wieder zurück. Die erklärt man dann zur Pandemie der Ungeimpften, welche es laut Herrn Drosten gar nicht gibt. Eine hohe Impfquote heißt ja nicht gleich eine niedrige Inzidenz, siehe einige Nachbarländer. Außerdem äußerte Herr Drosten, dieses Virus ist nicht durch die Impfung, sondern nur mit Durchseuchung zu bekämpfen. Eine Impfung entzerrt diese lediglich. Solange aber die Scheinsicherheit, in der sich der Großteil der Geimpften sieht, welche die Pandemietreiber sind, nicht angezweifelt wird, werden wir uns bis zum Sankt Nimmerleinstag in dieser Endlosschleife befinden.

Marianne Schwer

Freising

Joshua Kimmich der Impfmuffel: Du bist neben dem Thomas Müller mein liebster Fußballer. Ich weiß, dass Du kein Impfgegner bist, sondern nur auf den Todimpfstoff wartest. Der FCB hat Dir dein „Wochen- Gehalt“ von ca 380 000 Euronen für die Quarantänezeit angeblich ausgesetzt. Ich weiß Du kannst darauf verzichten aber bedenke einmal, was diese Wochengehalt für viele bedeutet: ein Normalverdiener muss dafür ca 10 -15 Jahre arbeiten, ein Rentner mit einer Rente von 1200 € bekommt diesen Betrag in ca 25 Jahren ausbezahlt, d.h. er muss dazu nach dem 65er noch 90 werden, also geht’s Dir sicher nicht schlecht ich vergönn es Dir ja, soll ja keine Neiddebatte draus werden. Denk aber mal nach, Du bist doch ein sympatischer kluger Mensch, Du hast auch eine Verantwortung Deiner vielen Fans gegenüber, die das in der Mehrheit nicht verstehen und auch Dein Gehalt vielleicht mitfinanzieren, also Joshua lass Dich impfen noch dazu wo Du dich ja finanziell auch fürs Impfen engagierst. Du bekommst die paar Zacken aus deiner Krone, die Du leider eingebüßt hast, sicher wieder zurück. Nix für ungut, ich bin ja kein klassischer Leserbriefschreiber, aber das hat rausmüssen!

Hermann Resch

Paterzell

Herr Bock ist scheinbar nicht richtig informiert. Ein Genesener, der nicht geimpft ist, hat nicht die gleichen Rechte wie ein Geimpfter. Das Genesenenzertifikat gilt nur sechs Monate nach positivem PCR-Test, danach wird er Ungeimpften gleichgestellt. Selbst wenn man noch geschützt wäre (Antikörpertest). Es wird immer so getan als ob es Genesene geben würde, es gibt im Endeffekt nur Geimpfte und Ungeimpfte (zumindest nach sechs Monaten). 2G bedeutet: geimpft und geimpft nach sechs Monaten.

Jochen Reindl

Neubiberg

Ich war beim Hausarzt zur notwendigen dritten Auffrischungsimpfung (heutzutage Booster) und musste mit Kopfschütteln anhören, wie Patienten zwar löblicherweise einen ersten Impftermin vereinbaren, aber dann nachfragen und sich aufwendig erklären lassen, was denn der Unterschied zwischen Biontech und Moderna und auch besser sei. Ja schauen die Leute denn keine Nachrichten mehr und nur noch Netflix, Prime und sonstiges Streamzeugs? Das darf doch nicht wahr sein, wenn man in diesen Zeiten derartig uninformiert durch die Landschaft läuft, und schön langsam dämmert mir, dass da vielleicht fehlende Lust an aktueller Information oder gar Intelligenz auch ein Impf-Problem sein könnte?

Heinz Kirstein

Peißenberg

Impfpflicht ist zunächst keine Frage der Justiz und der Gesetzgebung, sondern vor allem der Ethik, also der persönlichen sozialen Einstellung.

Dietrich Kothe

Kaufering

Zu unserer eigenen Sicherheit: Wir brauchen eine Testpflicht und keine Impfpflicht. Es müssen alle Geimpften, Genesenen und Ungeimpften getestet werden, nur dann erst kann man die Positiven und die Negativen voneinander trennen. Es ist mittlerweile schon lange bekannt, dass auch wir Geimpften (ich bin geimpft) diesen Virus weitergeben können. Es gibt in letzter Zeit genügend Impfdurchbrüche, immer wieder boostern und nochmals und trotzdem nicht die 100 %ige Sicherheit. Also ist eine Testpflicht für alle die sicherste Lösung.

Brigitte Sorg

Günzlhofen

Es ist erschütternd wie für die gegenwärtigen Coronazahlen die Ungeimpften als Sündenbock herhalten müssen. Hier wird die Gesellschaft unnötig gespalten. Klar sind die neuen Corona-Fälle überwiegend Ungeimpfte. Die müssen sich ja ständig testen, während Geimpfte einen Freifahrtschein haben. Wobei man inzwischen weiß, dass diese das Virus genau so weitergeben können und das auch tun. Es wird von allen Seiten eine nicht vorhandene Sicherheit für Geimpfte suggeriert. An der Impfquote kann es nicht liegen. USA Impfquote 55 %, Inzidenz unter 200. Oder Frankreich und Schweden, Impfquote ca. wie bei uns, Inzidenz unter 100. Das macht nachdenklich. Wie in jeder Krise suchen intelligente Menschen nach Antworten und Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.

Alfred Altinger

Ebersberg

Einer stürzt ab, der andere blüht auf. Wer hätte das so vorausgesagt! Kimmich stürzt ab, Leroy Sané blüht auf. Joshua Kimmich hat bis vor Kurzem alles richtig gemacht. Er gründete eine tolle Spendenaktion „We kick Corona“, verzichtete bei Vertragsverhandlungen mit dem FCB auf einen Manager, sehr sympathisch und auf dem Fußballfeld war er der Mann, der stets Lösungen fand. Ein kompletter Fußballer, für viele Fachleute einer der weltbesten Mittelfeldakteure überhaupt. Der zukünftige Kapitän des FC Bayern und der Nationalmannschaft. Und nun seine fatale Entscheidung der Impfverweigerung, das Ergebnis ist bekannt. Und jetzt der ungewöhnliche Aufstieg des richtig aufblühenden Leroy Sahne‘. Im Sommer schon als Fehleinkauf abgeschrieben und von den Fans ausgepfiffen, erlebt schon seit Wochen eine wahre Leistungsexplosion. Es macht richtig Spaß, dies mit zu erleben, was er auch anpackt, er macht es richtig. Er ist ein überragender Fußballer und darüber hinaus : er ist geimpft und empfiehlt seinen Kollegen, es dringend auch zu tun.

Uwe Berger

München

Tagtäglich lese ich die in Ihrer Zeitung veröffentlichten Leserbriefe anlässlich der Impfdebatte und bin erschüttert, wie es die Politik versteht, eine Gesellschaft derart zu spalten um ihr angestrebtes Ziel zu erreichen. Ich war immer der Meinung, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben müssten und die unverhältnismäßigen Mittel der Machtausübung einer kritischen und andersdenkenden Minderheit gegenüber unangebracht sind und einer freiheitlich-demokratischen Werteordnung total widersprechen. Warum übt die Politik diesen Druck auf Ungeimpfte aus, die den Geimpften doch eigentlich keine Gefahr mehr darstellen dürften? Sind die teilweise überzogenen Maßnahmen gegenüber dieser Personengruppe ein Ablenkungsmanöver eigener Versäumnissen, z. B. in der Gesundheitspolitik der zurückliegenden Jahre? Es ist viel leichter die Verantwortung der aktuellen Corona-Lage auf diese Minderheit abzuschieben, dabei von einer „Pandemie der Ungeimpften“ zu sprechen und sie von weiten Teilen des öffentlichen Lebens auszuschließen als Mittel und Wege einer geeigneten Überzeugungsarbeit aufzuzeigen und die Gesellschaft zu mehr Zusammenhalt zu bewegen. Mit den aktuellen Maßnahmen und der angedrohten Impfpflicht wird dieser Zwiespalt in unserer Gesellschaft immer mehr geschürt. Ein Staat, der solche Mittel anwendet, entfernt sich immer weiter von einer Demokratie. Ich persönlich bin kein Impfgegner, habe aber mit dieser Art der „Machtausübung“, um jemanden zur Impfung zu „zwingen“, meine Probleme und solidarisiere mich mit jenen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht impfen lassen wollen oder können. Und ich bin überzeugt, dass es viele unter den Ungeimpften gibt, die sich rein aus Protest gegen diese diskriminierenden Maßnahmen der Politik wehren wollen und sich deshalb nicht impfen lassen.

Siegfried Janscha

Egenhofen


Vielen Dank an den Münchner Merkur über die Informationen, wie lange die Impfstoffe nach 6 Monaten noch vor schweren Verläufen schützen. Biontech zu 30 %, Moderna zu 60% und Astrazeneca gar nicht mehr. Ergänzend dazu: Johnson & Johnson zu 13,1 %. Diese Zahlen sind sehr ernüchternd und auch beunruhigend. Impfzertifikate gegen Corona haben ja aktuell eine Gültigkeit von 1 Jahr. Ist da nicht zu befürchten, dass sich trotz 2G-Regeln auch viele Geimpfte in den nächsten Wochen anstecken und möglicherweise schwer erkranken werden? Und wie lange schützen die Booster-Impfungen? Sollen sich Geimpfte dann womöglich alle 6 Monate boostern? Alle, die momentan für eine Impfpflicht sind, sollten bedenken, ob sie das wirklich wollen. Womöglich entscheiden dann nicht mehr die Geimpften selbst, ob sie sich ein, vier oder fünf Mal boostern lassen, sondern der Staat.

Klaus Peter

Eberfing

Zugegeben, ich war, bevor ich mich mit dem Coronavirus infizierte, sehr skeptisch, was die Maßnahmen und Einschränkungen betrifft, und habe mich deshalb auch nie impfen lassen. Wollen wir wirklich wegen einer Krankheit unser ganzes Land wirtschaftlich runterfahren? Wollen wir unseren Kindern das Recht auf eine unbeschwerte Kindheit nehmen? Warum müssen wir überall Regeln und Beschränkungen einführen und nicht ein Recht auf Selbstschutz (z.B. Homeoffice Recht)? Wollen wir wirklich tausende Unternehmen an den Rand der wirtschaftlichen Existenz bringen? Wollen wir wirklich diese Spaltung der Gesellschaft bzgl. geimpft oder ungeimpft? Dann, infizierte ich mich mit dem Coronavirus und hatte eine mittleren bis schweren Verlauf. Inzwischen hat sich meine Skepsis in absolute Sicherheit gewandelt! Sicherheit darüber, dass das was hier betrieben wird der falsche Weg ist. Impflicht? Ist Ihnen eigentlich klar worüber wir hier sprechen? Jeder hat die Möglichkeit sich freiwillig impfen zu lassen oder eben nicht. Es ist eine individuelle Entscheidung, die niemanden etwas angeht. Ich greife niemanden an weil er geimpft ist und das erwarte ich mir umgekehrt auch als „Ungeimpfter“. Wir werden mit den Virus wohl noch eine Zeit leben, und die Menschheit wird es überstehen. Die wahre Krankheit ist die Spaltung der Gesellschaft.

Martin Seifedias

Trudering Der Münchner Merkur veröffentlichte in seiner Montagsausgabe eine Statistik über die Altersstruktur der Covid Intensivpatienten. Von den 967 Intensivpatienten sind 68% im Bereich zwischen 50 Jahren und 79 Jahren. Hr. Spahn und Konsorten sollten sich also um diesen Altersbereich kümmern, Kinder und Jugendliche aber erst mal von diesem unsäglichen Impfdruck befreien. Ferner wäre interessant zu wissen, wie viel von diesen 68 % Intensivpatienten ungeimpft, Impfdurchbrüche bzw. welche massiven Vorerkrankungen bei ihnen zugrunde liegen. Mit detaillierten Fakten lassen sich auch Skeptiker überzeugen.

Peter Pagnin

München

Seit einer Woche versuche ich, einen Termin für eine Drittimpfung zu erhalten. Im Internet erscheint immer die Meldung, dass kein Impftermin vergeben werden kann. Telefonisch ist kein Durchkommen, ganz gleich, wann man anruft. Wenn ich dann lese, dass das Impfzentrum in Riem nur von Sonntag bis Mittwoch geöffnet hat, wie soll da die Nachfrage nach Impfung befriedigt werden? Für meinen 98jährigen Partner im Rollstuhl da einfach auf Verdacht hinzufahren und vielleicht stundenlanges Warten in Kauf zu nehmen, eine absolute Zumutung. Ein totales Versagen der verantwortlichen „christlichen“ Politiker. Einfach unverantwortlich. Und sie brauchen nicht mal Konsequenzen zu befürchten.

Albrecht Koppold

München

Auch interessant

Kommentare