Geht’s zur Impfung!

Bayern startet Impf-Offensive; Titelseite, Christian Deutschländer: Erst Pieks, dann Party: Söders Sonderregeln; Israel: Fallzahlen schießen wieder nach Oben; Im Blickpunkt, Carl-Christian Eick und Veronika Ahn-Tauchnitz: Abifahrt mit Corona im Gepäck; Bayern 14. Juli

Hinterlistig und doch so einfach zu durchschauen. Natürlich entspricht dies einer Impfpflicht, wenn nur noch gegen Covid-19-Geimpfte in die Bars und Clubs dürfen, so wie es Ministerpräsident Söder nun vorhat. Nach dem Motto: Wer seine Freiheiten zurückhaben will, muss dafür den Arm hinhalten, also Pflicht. Das hat aber nichts mit meinem Verständnis eines liberalen und demokratischen Grundgesetzes zu tun. Für alle Bürger müssen die Grundrechte uneingeschränkt wieder gelten, und zwar dann, wenn jeder, der sich impfen lassen will, dies kann und dies ist jetzt schon der Fall, und zweitens es zu keiner Überlastung des Gesundheitssystems mehr kommen kann. Auch dies könnte schon jetzt oder demnächst trotz wieder steigender Infektionszahlen bereits der Fall sein. Die sogenannte Herdenimmunität war vor einigen Monaten ab circa 50 bis 60 % erreicht, nun brauchen wir dafür schon 85 % laut RKI.

Doch was wenn wir 85 % nie erreichen können. Gibt es dann auf Dauer eine Zweiklassengesellschaft, die Geimpften und die Nicht-Geimpften? Wer sich gegen Covid-19 impfen lassen will, der kann dies ab sofort jederzeit machen, nur sollen die, die es nicht oder noch nicht wollen, in Ruhe gelassen werden damit. Bisher kenne ich nämlich keine andere Impfung, bei der man vorher sein schriftliches Einverständnis geben muss so wie jetzt bei dieser. Was auch immer dies für Konsequenzen hat, weiß ich gar nicht. Es klingt nach Verzicht auf Ansprüche, falls es zu unerwünschten Krankheiten danach kommen sollte. Doch statt Impfpflicht durch die Hintertür einzuführen, sollten lieber Millionen an überflüssigen Impfdosen nach Afrika geschickt werden, um dort die Risikopatienten zu impfen, anstatt es hier tanzwilligen Jugendlichen zu verordnen. Nur weltweit können weitere Virusvarianten verhindert werden.

Olaf Zander

Egenhofen

Seit Samstag bin ich als letzter der großen Familie durchgeimpft. Es ist uns allen (etwa 50 Familienmitgliedern quer durch Bayern) ein aufrichtiges Anliegen Dank auszusprechen, und dies auch in Form eines Leserbriefes an unsere Zeitung. Nachdem uns so viel Negatives bekannt wurde, sagen wir zunächst nur danke an die Helferinnen und Helfer in den in den Impfzentren. Den Ärzten und Freiwilligen, denn unsichtbaren und den an der „Front“ tätigen. Es hat alles bestens funktioniert, Wartezeiten waren im angegebenen Rahmen – wenn überhaupt. Es gab keinerlei Verzögerungen oder Fragen, die nicht zuvorkommend beantwortet werden konnten und wurden. Heute müssen wir feststellen, liebe Unentschlossenen, geht’s zur Impfung, schützt Euch und Eure Nachbarn bzw. Nächsten!

Denn eines ist klar, nach der Pandemie ist vor der Pandemie und den Kopf in den Sand stecken hilft nicht. Zuletzt danken wir auch allen in politischer Verantwortung, dem Bundesgesundheitsminister, der Kanzlerin, dem Herrn Holetschek und Herrn Söder. Sie alle haben für uns Verantwortung übernommen. Hervorragend – danke! Wahltag ist Zahltag, wir kommen zur Wahlurne, gesund und persönlich.

Manfred und Irene Bauer

Miesbach

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