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Massentierhalter produziert immer wieder Skandale.

Härtere Strafen für Dioxin-Panscher

„Lebensmittelrecht und Justiz, das passt zusammen wie die Faust aufs Auge!

Höchststrafen von fünf Jahren und Kontrollen alle 20 Jahre, das nenne ich Aufforderung zum Panschen. Die Anklage in solchen Fällen muss lauten: Versuchter Massenmord!“

 Max Wagner Lenggries



„Ein durchschnittlicher Deutscher verspeist in seinem Leben 1094 Tiere: vier Kühe oder Kälber, vier Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Truthähne, 46 Schweine, 945 Hühner. Würde jeder wöchentlich einen fleischfreien Tag einlegen, könnten jährlich 157 Millionen Tiere vor der Schlachtbank verschont werden. Eigentlich ist diese Dioxin-Diskussion nur noch mit einem gewissen Maß an Zynismus zu ertragen, wenn der Münchner Merkur in seiner letzten Wochenendausgabe einen Großgeflügelhalter als Beispiel für die ,Guten‘ abbildet, nur weil dieser sein Tierfutter selbst erzeugt. Nicht nur Verkrebsung durch Dioxin, viele andere Krankheiten kommen zum Menschen als Urheber schrecklicher Qualen der Nutztiere zurück und oft ist es so, dass dadurch das Leben etwas zu kurz ausfällt, um die ,statistische Herde‘ von 1094 Tieren ganz zu schaffen. Am Ende sind also die ,Massen-Billigfleisch-Esser‘ und ,Futterpanscher‘, deren Verhalten sich ja gegenseitig bedingt, die ,wahren‘ Tierschützer?“

 Markus Schweitzer Fuchstal



„Die Vorschläge von Frau Claudia Möllers gehen noch längst nicht weit genug. 1. müssen die Strafen und Geldstrafen drastisch erhöht werden, und zwar so, dass es wehtut, 2. müssen den infrage kommenden Betriebe entsprechende Versicherungen mit hohen Leistungen vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden (wie z. B. gesetzliche Krankenversicherung, Rentenversicherung), 3. müssen die Betriebe ständig überwacht werden. Das fehlende Personal hierfür ist von der Wirtschaft durch hohe Prüfungsgebühren zu finanzieren. Da die Wirtschaft jede Art von Mehrkosten im Hinblick auf geringere Gewinne scheut wie der Teufel das Weihwasser, sind Verursacher (ob vorsätzlich oder zufällig) nur über den Geldbeutel zu packen.“

 Christl Bredow Garmisch-Partenkirchen



„Verständlich die Aufregung und Empörung der Leser, wenn Lebensmittelhersteller ihre Produkte mit Dioxin vergiften. Dioxin ist eine der giftigsten Substanzen, die es weltweit gibt. Die Halbwertszeit beträgt zirka 100 Jahre. Das heißt: Nach 100 Jahren ist die Toxizität (Giftigkeit) noch immer halb so hoch wie ursprünglich. Siehe Seveso/Italien! Ein weiterer Aspekt der Dioxinvergiftung sind die Flugtriebwerkabgase. Diese beinhalten 365 toxische Stoffe laut eines Gutachtens der Universität Kiel. Darunter auch das hochgiftige Dioxin, das sich nicht nur in Lebensmitteln und Sondermüll befindet, sondern mit jedem Start und jeder Landung eines Flugzeuges auf die Landkreise Freising/Erding herunterregnet. Das bedeutet, Landwirtschaft und Hobbygärtner reichern Tag für Tag ihre Nahrung mit Dioxin an, das sich insbesondere im Fettgewebe speichert. Auf der Anhörung zum Thema Flughafenausbau habe ich Messungen der Muttermilch, Kuhmilch und Bodenproben gefordert, durchgeführt von politisch und wirtschaftlich unabhängigen Labors. Geschehen ist bis heute nichts! Wohl auch deshalb, weil ,Aufgemuckt‘ und die Grünen, trotz mehrmaliger Informationen, dies nicht zur Kenntnis nehmen bzw. eine Veröffentlichung verweigern.“

 Gunther Daumenlang Vize-Präsident Tox Center München, Moosburg

„Bund will schärfere Kontrollen“; Titelseite, Claudia Möllers: „Hart durchgreifen“; Kommentar, „,Die Regierung wirft Nebelkerzen‘, Interview mit Thilo Bode“; „Rätsel um womöglich kriminelle Gift-Panscher“; Politik 10. Januar

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