Viele Leserbriefe

Dauer-Thema Klima-Diskussion

Gründlicher als andere Nationen; Leserforum 2. Januar, Christian Deutschländer: CSU-Untergruppe klagt über Hysterie; Politik 31. Dezember/1. Januar München ruft Klimanotstand aus; Titelseite,  Mike Schier: Versäumnisse der Vergangenheit; Kommentar 19. Dezember

Die Hypothese, dass sich die Erde aufgrund einer steigenden Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre erwärmt, ist nie wissenschaftlich belegt worden. Vielmehr basiert sie einzig auf Simulationsrechnungen, die bekanntlich beliebig falsch sein können. Dennoch ist die Mehrheit der Bürger davon überzeugt, dass es unweigerlich zu einem „Klimakollaps“ kommen wird, wenn die Menschheit nicht energisch gegensteuert. Gäbe es das Kohlendioxid in der Luft nicht, die Politik hätte es erfinden müssen. Man sieht es nicht, man riecht es nicht, man hört es nicht. Diesem „Nichts“ eine Lebensgefährlichkeit anzudichten, ist nachgerade genial, denn es wird ein Notstand herbeifantasiert, mit dem sich die Demokratie aushebeln und jegliche Steuerabzocke begründen lässt. Die Kohlendioxid-Steuer ist nichts anderes als eine Universalsteuer, die jeden Aspekt des menschlichen Lebens mit einem Preisschild versieht, wobei das Beste ist: Die Höhe der Steuer legt der Staat nach Belieben fest. Warum wundert sich eigentlich niemand, dass der Kohlendioxid-Preis jedes Jahr steigt? Mit dem Klima hat es jedenfalls nichts zu tun, sondern es wird die Schmerzgrenze des Steuerzahlers getestet: Ab wann werden die gelben Westen angezogen?

Dr. Johann Reiter Miesbach



An die Klimaschützer und Politiker: Immer mehr Geld für den Klimaschutz vom Bürger! Der ständig zunehmende (gewerbliche) Luftverkehr zahlt keine Steuern für den Kraftstoff. Der derzeitige Preis circa 0,41 Euro pro Liter. Ein Triebwerk eines Verkehrsflugzeugs verbraucht in einer Stunde circa 2000 Kilogramm (circa 2200 Liter). Das ist erheblich mehr, als ich mit meiner Doppelhaushälfte im ganzen Jahr verbrauche. Außerdem wird die Stratosphäre auch noch mit Kondensstreifen bemalt, was ja dem Treibhauseffekt förderlich sein soll. Schauen sie mal in www.flightradar24.com! Sind die CO2-Steuern und Klima-Maßnahmen nur Geldbeschaffung beim Bürger Deutschlands, oder ist das ein weltweites Thema? Wieso wird das Thema Luftverkehr von der Politik nicht berücksichtigt?

 Gottfried Steffan Eichenau

Liebe Leser, ich habe mir lange überlegt, ob ich mich zur derzeit geführten Klimadebatte überhaupt äußern soll. Doch mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass ich mich auf diesem Wege mit den friedlichen Klimaaktivisten solidarisch zeigen will. Es erfüllt mich mit tiefer Scham, wie viel Spott, Hohn und Hass diesen jungen Menschen entgegenschlägt. Das Land der Dichter und Denker wird zunehmend zum Land der Pöbler und Skeptiker. Als aufrechter Demokrat, der das Grundgesetz ehrt, schäme ich mich für meine Mitbürger, die aus Bequemlichkeit oder Trotz wissenschaftliche Fakten über die Klimakrise leugnen und all jene beschimpfen, die sich für ihre Zukunft und mehr Klimaschutz einsetzen. Es sind armselige Debatten, die in den sozialen und zum Teil auch in den etablieren Medien geführt werden. Debatten über die falsche Wortwahl oder das falsche Foto eines 16-jährigen Mädchens. Es sind bedeutungslose Debatten, die von den existentiellen Gefahren (Dürren, Waldbrände, Wald- und Artensterben, Wassermangel, Ernteausfälle etc.) der Klimakrise ablenken. Wir stagnieren, während sich die Welt immer schneller erwärmt und wir bald an einen Punkt kommen, an dem es die Menschheit nicht mehr selbst in der Hand hat dies zu ändern. Wir verbrennen fröhlich weiter fossile Brennstoffe und blasen somit jährlich Unmengen an klimaschädlichen Treibhausgasen in die Atmosphäre und wundern uns, warum sich die Erde so rasant erwärmt. Der natürliche, lebensnotwendige Treibhauseffekt ist mittlerweile seit fast 200 Jahren bekannt. Der beschleunigte anthropogene Treibhauseffekt wird nahezu von allen Wissenschaftlern weltweit als Fakt eingestuft und kann nur noch von Kohle- oder Öllobbyisten ernsthaft geleugnet werden. Durch anthropogene Antriebsfaktoren, wie die Abholzung der Wälder, Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft und der Verbrennung fossiler Brennstoffe usw., zerstören wir über kurz oder lang unsere natürliche Lebensgrundlage. Ich möchte deshalb meinen Leserbrief mit einem Appell an alle vernünftigen und verantwortungsbewussten Mitbürger beenden. Lasst uns einen demokratischen Prozess starten, in dem wir unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen aber auch ökonomischen Gesichtspunkten Lösungen für mehr Klimaschutz finden. Unsere Industrie und Landwirtschaft sollen hierbei nicht zerstört werden, sondern mit innovativen und klimaschonenden Technologien Schlüsselrollen übernehmen. Natürlich wird es keinen kostenlosen Klimaschutz geben. Aber im Vergleich zu einer ungebremsten Klimakrise ist der Preis dafür nahezu lächerlich gering. Lasst uns anfangen unseren blauen Planeten nachhaltig zu schützen. Für uns, unsere Kinder und alle nachfolgenden Generationen. 

Felix Mattes Gaißach

Hat sich schon jemand Gedanken darüber gemacht, wie viel CO2 kürzlich in Kalifornien, in Brasilien und neuerdings in Australien freigesetzt wird, wenn riesige Gebiete in Flammen stehen? Und im Allgemeinen, wieviel CO2 werden bei weltweiten Vulkanausbrüchen in die Atmosphäre geschleudert? Dagegen ist der menschengemachte Klimaschutz eine Farce! Er zerstört unsere Wirtschaft, Arbeitsplätze und gefährdet letztendlich den sozialen Frieden. 

Horst Haselmann München

Vielen Dank für den „Gastbeitrag“ zu diesem Thema in einer der letzten Wochenendausgaben des Merkur. Es wäre wichtig und hilfreich, wenn die Medien mit einer objektiven und sachlich fundierten Aufklärung zu dieser Thematik beitragen könnten. Wenn man die, inzwischen leider ideologisch verseuchte Klimadiskussion verfolgt, so stellen sich mir dazu folgende Fragen:. 1. Stimmt die Aussage, dass der CO2- Anteil in der Luft nur bei 0,04% liegt (wie und wo wurde das gemessen?) und dass die Natur 96% dieses CO2- Anteils selbst produziert und somit nur 4% von der Menschheit erzeugt wird. Deutschland ist daran nur mit 2% beteiligt und liegt auf Platz 6.. Wenn dies zutrifft, dann würde, selbst wenn Deutschland CO2- neutral wäre, dies gerade mal 0,08% an CO2- Reduktion bringen, was den Klimawandel in keiner Weise beeinflussen würde. Die im Klimapaket festgelegten Maßnahmen sind daher reine Symbolpolitik, kosten viel Geld und gefährden den Wirtschaftsstandort Deutschland. 2. Gibt es eine wissenschaftlich belastbare Studie, zu wie viel Prozent die Menschheit am Klimawandel beteiligt ist (wenn ja, Titel der Studie, Verfasser/ Institut, Erstellungsdatum)? 3. wie ist die im Leserbrief vom 26. September 2019 zitierte Nasa-Aussage zu bewerten, dass der Klimawandel unter anderem durch die Veränderung der Neigung der Erdachse in ihrer Umlaufbahn um die Sonne bedingt ist ? 4. Wie wird eigentlich ermittelt dass, wenn bestimmte Maßnahmen getroffen/ nicht getroffen werden sich die Erde um soundsoviel Grad erwärmt (Simulation, hypothetische Annahmen, experimentelle Untersuchungen etc.)? 5. Wer ist eigentlich „die Wissenschaft“, auf die bei der Argumentation der Politik und sonstiger Gremien immer wieder verwiesen wird? Eine seriöse Beantwortung dieser Fragen wäre für eine Meinungsbildung sehr hilfreich. 

Karl Wagner Puchheim

Der Tod lauert in München? Also, wenn schon hysterisch, dann bitte aber richtig! So sollte also sofort vom Münchner Stadtrat die Weisung erfolgen, dass Touristen sofort die Stadt verlassen sollten, die Bewohner sollten zu Hause bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten. Gasmasken werden verteilt usw. Meine Güte, wie müssen sich eigentlich die armen Menschen vorkommen, bei denen tatsächlich der Notstand, zum Beispiel nach einem Erdbeben oder Vulkanausbruch, ausgerufen wurde?

Michael W. Wolf

70 Jahre, Gauting

Eigentlich war ich ja mal Anhänger der Sozialdemokratie – bis Schröder sie kaputtgemacht hat. Dann gab es noch die Grünen und die Linken, deren Ideen nicht immer die schlechtesten sind. Aber der vollkommen sinnfreie Schnellschuss, der als Klimapaket bezeichnet wird und den die meisten Leserbriefschreiber zu Recht kritisieren, wird der vermutlich letzte dieser sogenannten Politiker sein, die diese Regierung stellen. Meine Prognose: Die AfD wird in Regierungsposition kommen – wie auch immer. Und wissen Sie, was das Schlimmste dabei ist? Mittlerweile gönne ich es ihnen. Für diesen Satz müsste ich mich eigentlich erschießen!

Klemens Baum

Freising

Die Erfahrung zeigt, dass Versicherungen viel früher wissen, was zukünftig passiert, weil eine größere Anzahl von superausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern sich mit Themen befassen, die der Normalbürger erst viel später mitbekommt oder bei Naturkatastrophen erleiden muss. Der Bericht auf Seite 6 der heutigen Ausgabe sagt dazu einiges. Würden die Versicherer das nicht machen, würden sie nicht lange überleben. Auch wenn man Voraussagen zum Wetter oder Klima nicht so leicht machen kann, gibt es doch Erkenntnisse der Wissenschaft über den Klimawandel, die einen sehr nachdenklich machen.

Wenn man als Naturfotograf vor Jahren an der Goldach noch viele Libellen und Schmetterlinge fotografieren konnte (aus der Schweiz und aus Österreich kamen Workshopteilnehmer hierher) und sich jetzt schwertut, dort noch welche zu finden, aber auch, dass am Eisweiher in Ismaning sich jetzt Silberreiher aufhalten, die es hier vor wenigen Jahren nicht gab, macht einen nachdenklich.

Alfred Krappel

Ismaning

Ab 2021 sollen 5,4 Milliarden Euro aus den CO2-Steuereinnahmen für die Verringerung des Anstiegs des Strompreises verwendet werden. Das ergibt etwa 0,7 Cent/Kilowattstunde (kWh). Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 5000 kWh pro Jahr sind das 35 Euro. Die Kosten für Benzin und Heizen steigen jedoch um ein Vielfaches. Dies trifft vor allem die Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben. Die Grünen sind aber stolz, dass sie eine höhere CO2-Steuer durchsetzen konnten. So will man den CO2-Austoß Deutschlands verringern. Denn dieser stagniert seit 2011, dem Beginn der Energiewende, bei 800 Millionen Tonnen pro Jahr, trotz der gewaltigen Summen, die in den Ausbau der erneuerbaren Energien gesteckt wurden. Hauptgrund dafür ist Abschaltung der Atomkraftwerke, deren Stromproduktion nahezu CO2-frei ist. Ohne deren Abschaltung hätten bis zu 100 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden können. Die Grünen, die sich als große Klimaschützer darstellen, gehören aber zu den Hauptverantwortlichen der Abschaltung. Durch jahrzehntelange Agitation mit Falschdarstellungen haben sie der Bevölkerung Angst vor der Atomkraft gemacht.

Übrigens: Das Unglück von Fukushima wurde durch einen Tsunami ausgelöst, mit dessen Auftreten einmal in tausend Jahren zu rechnen war. In Deutschland hätte ein Atomkraftwerk nur eine Betriebserlaubnis erhalten, wenn sichergestellt wäre, dass es solch ein Ereignis schadlos übersteht.

Siegfried Schwarz

Lenggries

CO2 ist in der Luft im vorhandenen Verhältnis von etwa 0,04 % überhaupt nicht schädlich, im Gegenteil, es gehört zu den Bauteilen, aus dem sämtliche Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Menschen) bestehen und in der Umsetzung für die Lebensfähigkeit benötigen. Die Natur ist ein Kreislauf und die belebte Kreatur besteht aus einer unvorstellbaren Vielfalt von Kohlenstoff-Verbindungen, wozu durch ständigen Umbau im Wechsel von Energiespeicherung und Energieumsetzung (Verbrennung) die Prozesse stattfinden, die das Leben benötigt. Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, das sind die auf der Erde am häufigsten vorkommenden Elemente, die sich in allen möglichen Strukturverbindungen immer wieder über Energieprozesse (Speicherung – Verbrennung/Energiefreisetzung), gekoppelt mit allen weiteren Elementen in allen möglichen Formen neu strukturieren. Man kann sagen: Ohne die Elemente Kohlenstoff, ohne Sauerstoff, ohne Wasserstoff – kein Leben! Wie wollen wir uns anmaßen, Kohlenstoff und Sauerstoff in einer bestimmten Verbindungsart oder im Reinvorkommen zu vernichten oder zu vermeiden? Wir würden die Lebensprozesse zerstören, ja mit einer solcherart verfolgten Strategie richten wir uns gegen unsere eigenen Existenzgrundlagen.

Wie bei allen Elementen ist nach den Paracelsus-Erkenntnissen nur das Maß entscheidend, ob giftige oder gedeihliche Wirkungen daraus entstehen. So kann Wasser als lebensnotwendige Substanz in übertriebener Dosierung zur Giftigkeit führen, in der Unterversorgung liegt ein Mangel für die Lebensbedingungen vor. Deshalb ist Kohlendioxid ja auch nur in der verdichteten Form zum Beispiel direkt als Abgas bei der Verbrennung belastend, nach der Verteilung in der Luft im Normalverhältnis 0,04% aber nicht mehr in giftiger Konsistenz vorhanden und unverzichtbar zum Leben.

Die Pflanzen benötigen es zur Assimilation (Energiespeicherung), die Tierwelt setzt durch Energiefreisetzung das chemisch nachvollziehbar wieder in andere Verbindungsformen um. Sollten meine grundsätzlichen Ausführungen zu den chemischen und physikalischen Zusammenhängen nicht richtig sein, stelle ich diese gerne zur Disposition. Im Lichte dieser Erkenntnisse betrachtet erscheint mir die derzeit verfolgte Klimapolitik basierend auf einem Feindbild gegen Kohlendioxid wie auch Methan völlig irrsinnig und führt uns in den Ruin. Auf einer Lüge baut nichts Gedeihliches auf.

Peter Hammer

Hausham






München hat jetzt auch / das Klima unterm Kiel; / bis 2035 klimaneutral / ist das angestrebte Ziel! / Klimaneutral? / Was bedeutet das für unser Leben? / Wird’s da für uns kein Wetter / und keine Temperaturen mehr geben?

Uwe Schmidbauer

Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Forderungen des Umweltbundesamtes: Um die CO2-Belastung der Luft deutlich zu verbessern verlangt das Umweltbundesamt u.a. deutliche Verteuerungen im Bereich Verkehr ! Und da ist sie auch schon wieder: die Forderung nach deutlicher Verteuerung der Lkw-Maut. Die Frage ist, haben sich die Beamten eigentlich schon mal die Folgen ihrer Forderungen überlegt, und was bringt das dem Bürger? Die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr soll gesenkt werden, was ja durchaus richtig ist. Die Bahn will auch mehr ICE Züge einsetzen bzw. die Takte verdichten. Der Güterverkehr muss dem Personenverkehr weichen, weil der absoluten Vorrang hat, das bedeutet weniger Kapazitäten auf den Strecken für Güterzüge ! Woran aber scheitert es, dass nicht mehr Güter auf die Bahn verlagert werden? Zum Einen sind da die Unzuverlässigkeit, die Unpünktlichkeit, die fehlenden Kapazitäten, und vor allem, die mangelnde Flexibilität der Bahn bei zu hohen Transportpreisen zu nennen. Wie kann es sein, dass ein Ganzzug, der mit höheren Geschwindigkeiten als der Lkw fahren kann, keine vorgeschriebenen Ruhepausen einhalten muss, und nicht in Staus auf der Autobahn Zeit verliert, von Bremen nach Verona länger braucht, als der zur gleichen Zeit gestartete Lkw? Auf der anderen Seite ist zu nennen, dass dringende Ausbaumaßnahmen, oder neue Trassen immer wieder nicht begonnen oder gebaut werden können, weil Planungsfehler, bürokratische Hindernisse ,Einsprüche und/oder Bürgerproteste dies verhindern. Ein großer Teil der bewilligten und bereitgestellten Gelder werden oder können deshalb nicht abgerufen werden.

Dazu ein Beispiel: Etwa 80 % der befragten Bürger wenden sich gegen den notwendigen Neubau einer mehrgleisigen Zulaufstrecke zum Brenner-Basistunnel, und drohen gleichzeitig den amtierenden Politikern damit, bei der nächsten Wahl dementsprechend ihr Kreuz zu setzen. Auf der anderen Seite wird aber von der Bevölkerung eine deutliche Verringerung des Lkw-Verkehrs auf den Autobahnen gefordert. Es gibt ja kein Tempolimit und der freie Bürger muss freie Fahrt haben und nicht von langsamen Lkw behindert werden. Sicher gibt es Transporte, die nicht sein müssten, was aber auch einen Eingriff in die freie Marktwirtschaft bedeuten würde, von der schließlich auch Arbeitsplätze abhängen, die Mehrzahl der Transporte sind aber nicht vermeidbar. Was aber bringt eine deutliche Mauterhöhung für Lkw? Solange keine praktikablen und bezahlbare Alternativen oder Ausweichmöglichkeiten für die Spediteure vorhanden sind, wird es keine spürbare Verlagerung geben. Die Kosten der Maut werden und müssen aber von den Transportunternehmen durchgereicht werden, was wiederum bedeutet, das der Verbraucher, also der Bürger wieder einmal zur Kasse gebeten wird.

Zum Schluss noch ein Punkt zum Thema Umwelt: Der Lkw wird in der Öffentlichkeit gerne als Luftverschmutzer bezeichnet. Tatsache ist aber, ein moderner Euro-6-Motor neuester Bauart saugt mit seiner Verbrennungsluft mehr Schadstoffe an, als er hinten wieder ausstößt. Ist also sauberer als mancher Pkw!

Jürgen Stührenberg

Olching




München hat ganz gewiss den Klimanotstand nicht ausgerufen! Sondern jene klimahysterischen StadträteInnen, ParteipolitkerInnen und AktivistenInnen, die allesamt einer kuriosen Ideologie nachrennen, der entgegen anderer Behauptungen in der breiten Bevölkerung immer weniger Menschen folgen können und wollen. Wie die Lemminge rennen diese ideologisch verbrämten AktivistenInnen einer dunklen Weltuntergangsstimmung nach und erschüttern bzw. verunsichern unsere Gesellschaft. All diese bedauernswerten Menschen, deren Gedanken und Blicke nur noch einseitig ausgerichtet sind, sollten sich einmal darüber schlau machen, wie sich das Klima unserer Erde seit ihrer Entstehung vor einigen Milliarden Jahren bis heute immer wieder verändert hat, und dies auch künftig tun wird. Unser kleines Deutschland will oder soll die große Welt retten? Wir werden uns an den unvorstellbare hohen Kosten schon bei unsrem vagen Versuch dazu kaputt machen.

Aber dieses Wissen sollte uns Menschen selbstverständlich nicht davon abhalten, unserer Umwelt, in der wir Menschen, die Tiere und die Pflanzenwelt leben, zu schützen und vor von uns Menschen verursachten Verschmutzungen aller Art zu bewahren. Und, wir sollten begreifen, dass die von uns so großzügig verbrauchten Ressourcen dieser Welt für uns unwiederbringlich sind. Aber ein Notstand?

Ich bin mir sicher, dass all die hysterisch warnenden und fordernden KlimaaktivistenInnen im schon lange Jahre anhaltenden relativen Wohlstand unseres Landes noch nie einem wirklichen Notstand gelebt haben, Gott sei Dank! Darum sollte man heute auch mit dem Begriff Notstand nicht so leichtfertig umgehen. Einen wirklichen Notstand erlebten die Menschen hier in München beispielsweise, als unsere Stadt von 1943 bis 1945 mit tausenden Fliegerbomben teilweise in Schutt und Asche gelegt wurde, und in den entbehrungsreichen Jahren danach. Daran erinnern sich heute nur noch die Älteren unter uns, die diese schwere Zeit der Nöte und Ängste mit Glück und Gottes Hilfe überlebt haben.

Reinhard Krohn

München

Auch bei mir hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen, was man schon alleine daran merkt, daß die Haare auf dem Kopf nicht nur weniger geworden sind, sondern wie im Gesicht eine graue Farbe angenommen haben, mit anderen Worten ich bin in Ehren ergraut. Ich wechselte gerade die Schule und mein Vater kaufte sich während dieser Zeit sein erstes Auto, es war ein roter VW Käfer, selbstverständlich ohne Katalysator und hohem Spritverbrauch. Nachdem mein Herr Papa bereits genügend Fahrpraxis erworben hatte, machte er uns, meiner Mutter und mir eines Tages den Vorschlag aus der Provinz in die Landeshauptstadt München auch die Weltstadt mit Herz genannt, zu fahren. Gesagt, getan. Viele Jahre sind seitdem vergangen und nach meinem Bruderherz und meinem Papa musste ich in diesem Jahr auch von meiner Mutter Abschied nehmen. Wenn ich im Nachhinein nun die Zeitspanne von etwa 50 Jahren Revue passieren lasse und die damalige Zeit mit der heutigen vergleiche, kann ich getrost sagen, damals war die Welt noch in Ordnung, zumindest was die Lebenseinstellung der Leute betrifft. Nicht so schnell waren die Münchner und Münchnerinnen unterwegs und das typisch bayerische Gemüt ohne Hektik, ohne Hast verlieh dieser Stadt zu Recht das Prädikat herzlich. Obwohl in dieser Zeit die Autos wahre Dreckschleudern waren und hinsichtlich der Technik bis heute ein enormer Fortschritt zu verzeichnen ist, der den Verbrauch von Diesel und Benzin aber auch den Lärmpegel erheblich reduzierte, kamen die Leute gar nicht auf die Idee von einem Klimanotstand zu sprechen. Es lag vielleicht daran, dass es noch keine Parteien mit dem Namen „die Grünen“ oder „die Linken“ oder die „AfD“ gab, die die Menschen in ihrem Wahlverhalten und ihren Entscheidungen verunsicherten. Man wählte rot, aber gewöhnlich schwarz, was dem Freistaat Bayern nicht gerade schadete, ganz im Gegenteil. Ich kann mich allerdings noch an die Worte meiner Mutter im Kreise unserer Familie erinnern, als wir nach unserer ersten Fahrt nach München in die Provinz zurückkehrt waren. „Jetzt bin ich aber froh, sagte sie mit einem Seufzer, daß wir wieder zu Hause sind, durch den Lärm und die Abgase hat mir schon der Kopf gebrummt“.

Michael Bergmann

Garmisch-Partenkirchen

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