Warum diese Steigerung?

Beitragssprung für Privatversicherte; Titelseite 4. März

Sicherlich hält sich das Mitleid vieler gesetzlich Versicherten wegen der massiven Beitragsanhebungen bei den Privatversicherten in Grenzen, aber die Aussagen der Sprecherin der DKV Frau Schneider sind schlichtweg nicht richtig. Wie sie auf eine durchschnittliche Anhebung von 7,8% kommt ist mir ein Rätsel. Bei mir erhöht sich beispielsweise der Beitrag um sagenhafte 46,6%, und zwar von einer Summe von 287 Euro auf 421 Euro pro Monat, was auch ihre zweite Aussage, „man habe den Anstieg auf 129,90 Euro beschränkt“ ebenfalls widerlegt. Knapp verfehlt ist auch vorbei, aber immerhin. Welchen Grund diese massive Anhebung rechtfertigt kann ich nicht erkennen, ist doch die Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte seit 1996 stabil und unverändert. Auch von massiven Steigerungen bei den Arzneimittelpreisen ist mir nicht bekannt, jedenfalls kann ich mich nicht an einen entsprechenden Artikel im Münchner Merkur oder anderswo erinnern. Was ist also der Grund? Es drängt sich der Verdacht auf, dass dieses ein versteckter Beitrag der PKV an der Finanzierung der Flüchtlingskosten ist, die aufgrund ihrer Situation sich nicht privat versichern können und nur die die gesetzlichen Kassen belasten. Wenn dem so ist, warum sagt man das nicht offen und ehrlich. Dann wäre alles klar und ein jeder Privatversicherte kann dann mit Stolz von sich behaupten, dass auch er seinen Anteil an den immensen Flüchtlingskosten trägt, die jetzt und in Zukunft auf die Versicherten der gesetzlich Krankenkassen massiv zukommen werden. Ich bin gespannt, wann hier die Katze aus dem Sack gelassen wird.

Bernhard Mühlberg Eching

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