Besser christlich handeln

Kreuzerlass: Seehofer greift Marx an; Titelseite 12./13. Mai

Das Kreuz ist ein religiöses Symbol und gleichzeitig Ausdruck der christlichen Prägung Bayerns – so Seehofer. Ein religiöses Symbol – richtig – und genau deswegen gehört es an einen Platz, der dem Ausdruck der Verehrung entspricht bzw. der Person, die damit sich gläubig äußern möchte. Christliche Prägung Bayerns sehe ich nur noch an den vielen Kirchen, Kapellen, Klöstern, Wegkreuzen usw., aber leider sind nicht mehr viele Menschen, in unseren christlichen Kirchen zu sehen. Das sichtbare Bekenntnis und der Anschluss an die Kirchengemeinden fehlen. Unsere Mitmenschen, die im öffentlichen Dienst, Gemeinde, Stadt oder Staat beschäftigt sind, fehlen mir genauso in Gottesdiensten, christlichen Traditionsfesten. Warum soll dann in deren Diensträumen ein Kreuz angebracht werden? Das Kreuz ist Ausdruck vollkommen gelebter und beispielhaft für uns vorgelebte Liebe und dafür wurde Jesus verkannt und musste den Kreuzestod erleiden. Kreuz ist Ausdruck einer durchgestandenen Liebe, die in der Auferstehung ihre Verherrlichung fand. Zudem hat der kleine Bürger manchmal keine christliche, mitmenschliche, rechtmäßige Behandlung in diesen Räumen erfahren? Wegen all dieser Gründe kann das Kreuz nicht an X-beliebigen Plätzen angebracht werden. Liebe CSU, willst Du damit die Wähler beeindrucken wie tradtitionsbewusst christlich Du bist!? Besser ist es, christlich zu handeln, als nur Traditonschrist zu sein. Wähler mit Gott oder Jesus zu kaufen, widerspricht einem echten frommen Glauben. Vielleicht erinnern wir uns an das Evangelium, wo Jesus die Händler aus dem Tempel hinausweist. Auch Krippen in Schaufenstern sind ebenso dort in der Regel deplatziert, weil sie Käufer in der Weihnachtszeit anlocken sollen! Jesus will nicht, dass er unbeachtet an Wänden herumhängt, sondern, dass er aus unserer Seele, unserem Herzen heraus lebt, aufersteht, sichtbar wird! 

Sieglinde Oehl Ebersberg

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