Kreuz-Streit: Ärger über Kritik der Kirche

Kreuz-Streit: Ärger über Kritik der Kirche

Das Kreuz istwichtiges Bekenntnis;Leserforum undMarx wirft SöderSpaltung vor;Titelseite 30. April/1. Mai,

Ein paar Zitate, Gedanken und Thesen zum Kreuz-Streit: - Das Kreuz ist ein universales Zeichen der Wahrheit.

- Ist die Politik eine glaubensfreie Zone?

- Die Islamisierung zulassen?

- „Die Menschen sind aufgerufen, eine einzige große Familie zu bilden.“ (Johannes Paul II. am 1.1.1996)

- Gibt es eine neutrale Zone?

- Jesus: „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut!“ (Heilige Schrift, Matthäus 12,30 und Lukas 11,23)

Martin Hindelang
Altenstadt


So, so. Kardinal Reinhard Marx und Bedford-Strohm, der Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, äußern sich negativ über die von Ministerpräsident Söder angeordnete Anbringung von Kreuzen in bayerischen Behörden. Na, gerade diese Herren haben es ja nötig, sich zu dem Thema zu äußern. Wenn die beiden obersten Repräsentanten der katholischen bzw. evangelischen Kirche das Kreuz, Zeichen der von ihnen geführten Kirchen, ablegen, wie sie es 2016 bei ihrem Besuch am Tempelberg gemacht haben, um nicht unangenehm aufzufallen, dann wäre ihr Schweigen in der momentanen Diskussion mehr als angebracht. Wieder mal kann man sagen: „Es gibt zweifelsfrei einen Herrgott, doch sein Bodenpersonal ist unter aller Kritik“. Ja, es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

Otto Laudien
Baldham


Es war klar, dass uns Markus Söder zum Kreuz werden könnte. Dass er das Kreuz Christi als evangelischer Christ von Staats wegen ausgraben wird, daran dachte selbst in seinen kühnsten Träumen keiner. Dass ihm nun von höchster Seite der katholischen Kirche scharfer Gegenwind entgegen bläst, ist enttäuschend. Nachdem Kardinal Marx zusammen mit seinem evangelischen Mitbruder auf dem Tempelberg in Jerusalem sein Brustkreuz opportunistisch abgelegt hatte, wäre Schweigen angebrachter gewesen, als den mutigen bayerischen Ministerpräsidenten scharf anzugreifen.

Franziska Jakob
Rehling-Allmering


„Spaltung“ und „Gegeneinander“ sind die DNA der CSU. „Gegen die Ausländer“, weil sie keine Maut zahlen, „Gegen die Andersdenkenden“, dafür Kreuze in öffentlichen Behörden, „Gegen die 68er“, weil sich daraus immer noch ein dankbares Feindbild zimmern lässt . So wird Söder die absolute Mehrheit in Bayern holen. Und wenn schon im gesamten Bundesgebiet wenigstens 64 Prozent der befragten Bürger davon Abstand nehmen, Kreuze in Ämtern über die Türen hängen zu wollen – für den Freistaat hat das nichts zu sagen. Die CSU war noch nie eine Partei der Aufklärung, Sensibilisierung und Rücksichtnahme und sie wird es nicht werden.

Horst Wiegand
Poecking


Ministerpräsident Söder will eine christliche, bayerische Identität schaffen. Dazu gehört aber weit mehr, als in den Amtsstuben Kreuze aufhängen zu lassen. Mir scheint, dass mit solchen Aktionen von den eigentlichen Problemen der bayerischen Identität abgelenkt wird, denn der Ursprung der Kultur eines Volkes ist dessen Sprache. Folglich müsste die Priorität in der Förderung der Sprache liegen, um die Identität eines Volkes zu erhalten.

Das Gegenteil ist geschehen. Kindergärten, Schulen, Medien und nicht zuletzt die bayerische Staatsregierung haben im erheblichen Maße zum Niedergang der bairischen Sprache beigetragen. Erfreulicherweise kann man in letzter Zeit in der Musik und in den Medien ein zartes Pflänzchen der Rückbesinnung zu regionalen Sprachen wachsen sehen. Und deshalb, Herr Ministerpräsident, möchte ich Sie inständig bitten, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, um die bairische Sprache und die Dialekte zu erhalten. Ansonsten werden wir in Zukunft, auch in Bayern, einen sprachlich austauschbaren Ministerpräsidenten haben, bei dessen Reden kein fränkischer, oder wie immer gearteter Dialekt erkennbar ist. Helfen Sie, Herr Ministerpräsident, dass dies nicht passiert! Dann können wir uns alle miteinander dreimal bekreuzigen.

Manfred Trautmann
1.Vorstand LV Isar/Inn im FBSD
Eitting

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