Kritik an der Preiserhöhung durch Ökostrom

Christian Deutschländer: „Grüne: Ökosteuer zwei Prozent rauf“; Titelseite, „Erneuerbare Energien: Kri- tik an der Erhöhung der Strompreise“; Leserbriefe 19. Oktober, Georg Anastasiadis: „Zahltag“; Kommentar 16./17. Oktober

„Ausnahmslos jede Bundesregierung hat die Wirtschaft mit Bundesmitteln aus den Steuereinnahmen subventioniert und jeder Bundesbürger hat entsprechend seiner finanziellen Leistungsfähigkeit über die Steuer diese Subventionen mitgetragen. Beim Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht die Sache aber doch etwas anders aus: Hier subventioniert nicht der Staat, sondern die Witwe mit ihren 600 Euro Rente die Kilowattstunde Strom mit dem gleichen Betrag, mit dem auch ein Herr Ackermann belastet wird. Und wenn das von Rot-Grün geschaffene Gesetz den Versorgern noch die Möglichkeit gibt, die Endverbraucherpreise unkontrolliert und völlig legal zu manipulieren, ist das ein Problem, auf das Herr Trittin oder Frau Schopper eine Antwort wissen müssten. Dass die Betriebe die steigenden Stromkosten auf ihre Leistungen umlegen und diese teurer werden, ist nur ein kleiner Nebeneffekt.“

 Erich Meier Haag


 „Zunächst sollte erst einmal klar sein, welche Steuer denn jährlich ,um 2 %‘ angehoben werden soll: Mineralölsteuer? Ökosteuer? Mehrwertsteuer? Wie soll dadurch ,der Energieverbrauch weit höher besteuert werden als bisher‘, wenn der Staat diese Steuer über einen Steuerausgleich zurückgeben will? Noch nicht genug Bürokratie? Und das übrige Europa und die Welt lachen sich kaputt, während die gehirngewaschenen Deutschen für den Popanz Klimaerwärmung durch CO2-Ausstoß blechen und sich verarmen.“



 Eberhard Koenig Baiern



„Sehr geehrter Herr Anastasiadis, Ihr Erstaunen und das Ihrer Kollegen wundert mich etwas; denn diese Fehlentwicklung war glasklar längst vorauszusehen. Die Strompreisverteuerung wird sich zwangsläufig über die Jahre weiter fortsetzen aus dem einfachen Grund, weil die regenerativen Energien, speziell Solar- und Windstrom, in Mitteleuropa aus klimatischen Gründen nicht wirtschaftlich sind und das auch nie sein werden. Die alternative Stromproduktion ist zu teuer, die Abnahme wird subventioniert mit gesetzlicher Abnahmegarantie, zum Teil aus Steuergeldern, zum Teil aus den Stromkosten für Haushalte und Industrie. Weil der Wind bei uns nicht immer weht und die Sonne eher selten scheint, auf keinen Fall in der Nacht, müssen für die Stromlücken konventionelle Kraftwerke bereitstehen, um hier nach Bedarf einzuspringen. Da jedes Kraftwerk nur bei Volllast wirtschaftlich arbeitet, wird hier jede Menge Energie verschwendet. Das Speichern durch Hochpumpen von Wasser ist höchst unwirtschaftlich und hat einen Gesamtwirkungsgrad von nur etwa 31 %. Die von Frau Merkel erhoffte Reduktion der Herstellungskosten für regenerative Energien wird ein Wunschtraum bleiben. Alleine die Herstellungskosten für Solardächer ist so energie-aufwändig (Schmelzpunkt von Silicium 1414 Grad C, mehrfaches Umschmelzen nötig), dass sich die Investition erst nach 4 bis 5 Jahren überhaupt lohnt. Die erhofften neuen Arbeitsplätze sind ebenfalls alle subventioniert. Ein Arbeitsplatz ist nur dann volkswirtschaftlich sinnvoll, wenn er sich aus sich selbst heraus trägt. Da wir in Deutschland hohe Löhne haben und durch die Einfalt unserer Politiker auch noch künstlich unsere Energie verteuern, wird die stromintensive Industrie (Stahl, Kupfer, Aluminium u.a.) in Länder auswandern, wo nicht nur Löhne, sondern auch Energie billig sind, vor allem in Länder, die sich nicht um das CO2 kümmern. Man denke nur daran, dass in Deutschland etwa 70% aller Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Industrie abhängen. Wenn die Entwicklung so weiter geht, wird das zu einer Verarmung und Deindustrialisierung von Deutschland führen (der „neue Morgenthau-Plan“ ?). Die Gesamtkosten für die Erreichung der von unserer Regierung gesteckten „Klima-Ziele“ werden bis Ende des Jahrzehnts auf 450 bis 500 Milliarden Euro geschätzt, bis 2050 auf 2 bis 2,5 Billionen Euro. Man fragt sich, wo das Geld eigentlich her kommen soll. Und warum das alles?? Der Einfluß des „menschen-gemachten CO2“ ist, wenn überhaupt, nur marginal. Damit ist die ganze Klimapolitik blinder und teurer Aktionismus. Die CO2-Hypothese des Klimawandels ist physikalisch ein völliger Nonsens, weil die Spektrallinien dieses Gases im Infrarot-Bereich viel zu zart und schmal sind, um einen „Wärmevorhang“ zu bilden, der die nächtliche Abstrahlung der eingestrahlten Sonnenenergie behindern könnte. Die Computer-gestützten „Klima-Modelle der Klimaforscher“ beruhen größtenteils auf Schätzungen und Spekulationen; sie haben keine physikalischen Grundlagen, weil vor allem das klima-wirksamste Gas, nämlich der Wasserdampf und die winzigen Nebeltröpfchen (Wolken) in ihrer Bewegung nicht berechenbar sind und auch mit zukünftigen Super-Computern nicht erfassbar sein werden. Wenn Sie mehr wissen wollen, geben Sie mir Bescheid. Ich habe erst kürzlich wieder einen Aufsatz für eine Tagung verfasst, welcher diese Probleme von allen Seiten und einigermaßen erschöpfend zusammen fasst. Ich beschäftige mich schon seit 3 Jahren theoretisch und auch experimentell mit dem Klimawandel. Ferner habe ich unzählige Quellen über das Thema gesammelt und ausgewertet. Wenn Sie wissen wollen, warum an der CO2-Hypothese hartnäckig fest gehalten wird, kann ich Ihnen ein bezeichnendes Zitat eines Industriemanagers nennen: „CO2 Ja oder Nein – ist mir völlig egal. Wenn es dabei etwas zu verdienen gibt, möchte ich dabei sein.“

Dr. med. Peter Rothdach München

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