Quereinsteiger

Schulz erhöht den Druck auf Gabriel: Titelseite 25. November

Ohne an der Eignung für das höchste Amt in der Bundesrepublik Deutschlands zu rütteln, keimt es doch auf, ob die Weichenstellung von Partei-Chef Gabriel ein guter Schachzug war, Steinmeier aus der aktiven Politik herauszunehmen. Das Amt als Außenminister war für ihn geradezu maßgeschneidert. Sein Auftreten wo auch immer war von politischer Weitsicht geprägt, die ihm allseits große Wertschätzung entgegenbrachte. Wer auch immer seine Nachfolge antreten wird, man wird ihn an Steinmeier messen. Kurios, denn pünktlich zum Advent, kündigt die SPD die Ankunft des Herrn an. Martin Schulz, der lange Zeit in Brüssel in vorderster Front im Europaparlament mitwirkte, scheut offensichtlich eine neue Kandidatur um das Amt des Parlamentspräsidenten. Für die Genossen scheint er der richtige Mann für die Nachfolge als Außenminister zu sein. Doch Schulz hat bereits angedeutet, dass er mehr will. Auch er fühlt sich als Herausforderer gegen Merkel bestens geeignet. Und so könnte der Postenschacher von Gabriel für ihn zum Bumerang werden. 

Eugen Simbeck Wolfratshausen-Waldram

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