Glaube verleugnet

Tempelberg-Auftritt nicht gut vorbereitet; Titelseite 13. Dezember

Als gläubiger Christ macht mich das Verhalten von Kardinal Marx bei seinem kürzlichen Besuch auf dem Tempelberg entsetzt und sprachlos. Wie kann es sein, dass der oberste Hirte der katholischen Kirche in Deutschland das Symbol unseres Glaubens so einfach beiseitelegt, bloß weil das Kreuz von dem derzeitigen Hausherrn des Felsendoms, Scheich Omar Awadallah Kiswani angeblich als Provokation empfunden wird? Wie kann ein Bischof unserer Kirche unseren Glauben an das Kreuz und an die Erlösung in der Öffentlichkeit derartig verleugnen, noch dazu in der Stadt des Leidens und Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi? Hätte Kardinal Marx nicht dem Scheich Omar erwidern können, dass der Platz des ehemaligen Tempels der zentrale Ort von Jesus Christus ist und bleibt, von wo Er uns die Wahrheit gepredigt hat, viele Jahrhunderte bevor es Mohammed gab, der ja nie in Jerusalem war und dessen Nachfahren diesen heiligen Ort gewaltsam in Besitz genommen haben. Dass Kardinal Marx dies sein Verhalten in Jerusalem heute mit „nicht gut vorbereitet“ entschuldigt, ist eine üble Umschreibung von: „ Ich kann da nicht dafür, das waren die anderen“. Anmerken möchte ich noch, dass Papst Franziskus, als er im Frühjahr 2014 den Tempelberg und die Klagemauer besuchte, sein Brustkreuz nicht ablegte, sondern in Würde diese Stätten besuchte. Hierfür gibt es eindeutige Bilddokumente. Angesichts der tausende von christlichen Märtyrern in den islamischen Ländern, hat Kardinal Marx hier der Kirche einen großen Schaden zugefügt.

 Bernhard Frenzel Bad Wörishofen

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