Hammer: Tuchel bald Trainer in England?

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Die Maut ist keine Wohltat

Christian Deutschländer und Boris Forstner: Durchbruch im Maut-Streit; Titelseite 4. November

Nun kommt sie wohl doch: die Maut. Ich hielt sie schon für beerdigt, obwohl ich auch befürchtete, dass wir die Maut ohne Entlastung bei der Kfz-Steuer bekommen. Man hätte die Nichteinhaltung des Versprechens, die deutschen Autofahrer nicht zusätzlich zu belasten, bequem auf Brüssel schieben können. Wie hoch die Zusatzbelastung für uns sein wird, kann man noch nicht erkennen, nur soviel: Es wird komplizierter und teurer. Dafür könne sich die Österreicher freuen, denn sie werden nur mit gut einem Viertel dessen belastet, was wir in Österreich für zehn Tage zahlen müssen. Ob sich das rechnet? Wer von Salzburg nach Bregenz über München oder nach Kufstein über Rosenheim fährt, wird gerne 2,50 Euro zahlen. Ich verstehe zwei Sachen nicht: Viele - vor allem in Bayern - befürworten die Maut, damit Ausländer endlich zahlen müssen, wo wir doch auch fast überall zur Kasse gebeten werden. Die deutschen Autofahrer zahlen pro Jahr 57 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben an den Staat, lediglich 19 Milliarden Euro – exakt ein Drittel – wird für die Verkehrsinfrastruktur bei uns ausgegeben. Da sind Ausgaben für Schiene und Wasserwege vielleicht auch schon enthalten. Zu allem tönt es aus den Medien, als wäre es eine Wohltat, dass die Maut endlich kommt. Das versteht vermutlich nur die CSU. 

Werner Schweizer Erding

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