Noch gibt es eine Trennung von Staat und Kirche

„Ethik-Steuer nach Kirchenaustritt?“; Titelseite 23. Dezember

„Es ist schon unglaublich, dass eine Abgabe für alle (Ethiksteuer) gefordert wird. Glaube und Religion sind Privatsache und wenn sich jemand einer religiösen Vereinigung anschließt, ist es ebenfalls Privatsache. Die beiden Amtskirchen werden sowieso schon aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert, indem die Gehälter der höheren Würdenträger von allen Steuerzahlern bezahlt werden, auch von Nichtmitgliedern. Die Forderung eines Lohnverzichts für Nichtmitglieder der Amtskirchen an religiösen Feiertagen passt in dieses Schema. Um ein religiöser und gläubiger Mensch zu sein, ist die (steuerpflichtige) Mitgliedschaft in einer Kirche absolut nicht erforderlich. Ich halte sie eher für kontraproduktiv, weil die Kirchen keinen Raum für eigene Interpretationen der Bibel lassen. Nur wer meint, Mitglied einer Kirche sein zu müssen, mag auch dafür bezahlen. Noch gibt es die verfassungsmäßige Trennung von Staat und Kirche."

Frank Rogalski

Grafing

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