Einsperr-Wiesn

Scharfe Kontrollen auf der Wiesen; Titelseite 18. August

Dem „Merkur“ sei für das ehrliche Titelbild von heute gedankt! Es zeigt, was sein wird: Die Wiesn-Gäste werden eingesperrt. Ein Prosit der Gemütlichkeit! Da mag der Herr Bürgermeister Schmid noch so behaupten, dass der Charakter des Festes erhalten bleibt: Ein Schmarrn ist das. Wer so seziert wird wie bei den Flughafen-Kontrollen, von der U-Bahn nur über Umwege aufs Festgelände kommt, mit Durchsuchung zu rechnen hat, seinen Rucksack irgendwo einschließen muss, Schlange stehen und hinter Gittern feiern soll, dem vergeht leicht der Durst auf eine Maß. Traurig: Die Islamisten haben bereits ihr Ziel erreicht. Da könnte man die gescheiten Reden vom Oberfestwirt Roiderer ja fast als Beschwörung verstehen: Leut’ kommt’s trotzdem! Ich aber trinke, obwohl Bierfreund, meine Maß nie und nimmer auf einer Einsperr-Wiesn! 

Gottfried Hiesinger Ottobrunn

Ich kann nicht nachvollziehen, warum ein möglicher Attentäter auf die gesicherte Festwiese kommen sollte, wenn er unkontrolliert im U-Bahnhof Theresienwiese hunderte von Besuchern töten kann. Durch den geschlossenen Raum der U-Bahnstation wäre die Wirkung noch verheerender als auf offenem Gelände. 

Manfred Sawatzki Schwabhausen

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