Politische Sau „Jochbergkraftwerk“

„See auf dem Jochberg geplant“; Titelseite 7. Februar

 In der bisherigen Diskussion fehlen einige Punkte, wie das touristische Potenzial des Speichersees. Eine großzügig angelegte Badelandschaft am Jochberger Speichersee mit Attraktionen wie der weltweit ersten Bergauf – Wasserrutsche: Die Badegäste werden in der neuen Röhre auf den Jochberg gepumpt und können dann an der Jocher Alm ihre Gipfelhalbe genießen. Die Alm kann an ihrer jetzigen Stelle in der Mitte des Sees bestehen bleiben – schwimmend auf einem Floß. Des Weiteren ermöglicht eine Wasserski-Anlage den alpinen Traum des ganzjährigen Skibetriebs. Die Erfahrung der Gemeinde Lenggries beim Liftbau und bei der erfolgreichen Umsetzung von landschaftsschonenden Speicherseeprojekten, wie der Sylvensteinspeicher oder das Brauneckreservoir können genutzt werden. Auch scheinen weitere Standorte für ein solches Vorhaben geeignet. Für die Tölzer Stadtwerke – federführend bei den Planungen des Jochbergprojekts – ist sicher auch der Blomberg in Kombination mit dem Stallauer-Weiher eine interessante Alternative. Wie bereits eingangs erwähnt, unterstützen wir Pumpspeicherkraftwerke, denn sie sind für die Energiewende zwingend erforderlich. Allerdings muss der ökologische Schaden in einem vertretbaren Rahmen bleiben. Unsere größte Sorge ist, dass als Kompromisslösung das bestehende Walchenseekraftwerk zu einem Pumpspeicher-Klärwerk umgebaut wird und einer der saubersten Seen Bayerns mit überdüngtem Kochelseewasser kontaminiert wird. Dieses in den Walchensee zu pumpen ist, wie Klärwasser zum Bierbrauen verwenden. Nachdem die politische Sau „Jochbergkraftwerk“ durchs Dorf getrieben wurde, bleibt zu befürchten, dass genau dieser Kompromiss eintritt.

Leander und Nepomuk Poschenrieder Reichersbeuern

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