Reden ist besser als schießen

„Ärger um Seehofers Ungarn-Reise“; Titelseite 20./21. Februar

Zur Kritik an Herrn Seehofers Auslandsreisen – egal wohin – möchte ich anmerken: Reden, egal in welcher Sprache, ist und war immer noch besser als schießen!
Inge Schael
Geretsried

Die Kritik an der geplanten Ungarn-Reise greift zu kurz. Denn diese Visite bietet Horst Seehofer auch eine große Chance, demokratisches europäisches Format zu zeigen, indem er zum Beispiel in seiner Rede an der Budapester Universität vor einem sehr wahrscheinlich jüngeren Publikum Probleme wie etwa den an der Donau insbesondere in den vergangenen Jahren bedenklich angewachsenen Antisemitismus öffentlich thematisiert. Schließlich kann gerade ein deutscher Politiker hier im Denken sehr viel bewegen, indem er darauf verweist, dass sein Land erfolgreich aus der Geschichte gelernt hat, und Minderheiten gegenüber nicht mit mehr mit alten Vorurteilen und Stereotypen, sondern einem gegenseitigen Respekt auf gleicher Augenhöhe begegnet. Deshalb tut der bayerische Ministerpräsident gut daran, für seine Delegation neben Wirtschaftsvertretern ebenfalls Vertreter des Zentralrates der Juden auszuwählen, um so ein starkes Zeichen für ein endlich seine Grundwerte beherzigendes Europa zu setzen!
Rasmus Ph. Helt H
amburg

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