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Junge, gut ausgebildete Menschen, wie dieser Lehrling, sind bei vielen Unternehmen gefragt, alte, gut ausgebildete Menschen stellen nur wenige Unternehmen ein.

Rente mit 67, aber keine Arbeit für Ältere

„Es ist schön, dass unser Ministerpräsident Seehofer gegen die Rente mit 67 ist, die ja nur auf eine Rentenkürzung hinausläuft, da kaum ein Unternehmer einen solchen Rentner haben möchte, egal, wie qualifiziert er ist.

Gerade diese Unternehmer, vertreten durch Arbeitgeberpräsident Hundt, die jetzt gegen Seehofer wettern, entlassen Ihre Mitarbeiter schon ab dem 50. Lebensjahr und schicken sie aufs Altenteil und viele davon in die bittere Armut. Wer Rente mit 67 verlangt, muss auch Jobs mit Leuten bis zu diesem Alter besetzen, und nicht mit jungen Leuten, die billiger, pflegeleichter und leichter entlassbar sind. Diese Haltung des Herrn Hundt ist fast schon schizophren.“

 Erich Knöbl Murnau



„Bravo, Herr Seehofer! Endlich mal ein Politiker, der den Mut hat, sich dieses Themas anzunehmen und öffentlich Konsequenzen androht, ,falls die Wirtschaft die Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer nicht verbessert‘. Denn gewöhnlich hört man aus dem Munde der meisten Politiker ja eher industriekonforme Aussagen. Und selbst wenn Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt ausführt, dass die Beschäftigungsquote der über 55-Jährigen auf 56 % zugenommen habe, so bedeutet das doch auch, dass immer noch 46 %, also fast die Hälfte aller 55-Jährigen, ohne Beschäftigung sind. In Deutschland scheint es eine richtige Scheu der meisten Unternehmen davor zu geben, ältere Arbeitnehmer einzustellen. Ein Vorbehalt, der rational und mit logischen Argumenten nicht nachvollziehbar ist. Auf der einen Seite werden händeringend Fachkräfte gesucht. Erst gestern war an gleicher Stelle im Artikel ,Eine Frage der Qualität‘ von einem Bedarf an 36 000 Ingenieuren und 66 000 Computerspezialisten die Rede. Meiner Meinung nach der falsche Titel für diesen Artikel, denn richtigerweise hätte es heißen müssen ,Eine Frage des Alters‘. Warum? Nun, ich bin einer der händeringend Gesuchten, der zufällig sogar beide Qualifikationen in einer Person vereint und trotzdem seit seiner betriebsbedingten Kündigung Ende letzten Jahres in Bayern keinen Job mehr findet. Was für eine Verschwendung an Ressourcen und was für ein volkswirtschaftlicher Schaden: Wir bilden junge Menschen im Schnitt 20 bis 25 Jahre lang aus (Schule, Uni, ggf. Promotion), bis sie endlich einen der ersehnten und dringend benötigten technischen Abschlüsse erworben haben. Danach ,dürfen‘ sie etwa 15 bis 20 Jahre arbeiten, bis sie das Alter der schwer Vermittelbaren (in technischen Berufen so etwa ab 40, 45) erreicht haben. Ab 50 geht dann gar nichts mehr. Das Potenzial dieser Know-how-Träger liegt dann für die nächsten 15 bis 17 Jahre brach und scheint – zumindest in Deutschland – nicht mehr benötigt zu werden. Oder besser gesagt, nicht mehr erwünscht zu sein. Wie soll denn ein Arbeitswilliger bis 67 (geplantes Renteneintrittsalter) arbeiten, wenn ihm ab 50 kein Unternehmen in Deutschland mehr eine Chance gibt, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen und seine Erfahrung einzubringen?“

 Dipl.-Ing. Guido Haase Bad Heilbrunn


 „Völlig zu Recht, denn für Arbeitnehmer über 50 Jahre gibt es so gut wie keine Beschäftigung, auch die Politiker wissen ganz genau, dass bis 67 Jahre kaum einer arbeiten kann und somit automatisch eine Rentenkürzung in Kauf nehmen muss. Die Arbeitnehmer zahlen sehr viel in die Rentenkasse ein, wenn aber immer wieder dieses Geld zweckentfremdet wird, kann kein Geld in der Kasse sein. Nebenbei müssen wir auch noch viele aus dieser Kasse bezahlen, die schon erst gar nicht in unser Rentensystem eingezahlt haben. Die Franzosen streiken schon wegen einer Rentenerhöhung auf 62 Jahre und die Deutschen lassen alles über sich ergehen. Hauptsache unseren Politikern geht es gut, sie erhöhen jährlich ihre Diäten und können sorgenfrei ihre Pensionen genießen, dafür muss man ja auch für den Steuerzahler immer wieder neue Abgaben erfinden.“

 Edeltraud Echter Böbing

Steffen Habit: „Seehofer stellt Rente mit 67 in Frage“; Titelseite 20. Oktober

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