Nicht zufrieden mit der Rentenerhöhung

Liebe Mitbürger, liebe Rentner, das ist doch schon wieder so eine politische Taktik. Wäre interessant, wie viele Staatsdiener wie lange da rumgerechnet haben, um auf das Ergebnis zu kommen.

Die Renten steigen, die Rentner freuen sich. Zuerst! Denn dann kommt für viele das große Erwachen, wenn sie nun plötzlich Steuern zahlen müssen. Unterm Strich verdient wieder der Staat. Und nächstes Jahr haben wir dann wieder ein Milliardenloch in der Rentenkasse und die Beiträge müssen erhöht werden. Also hat der Staat uns zweimal abgezockt. Glaubt denn wirklich noch wer, dass unsere Kanzlerin, Minister, Abgeordneten und Staatsdiener zum Wohle des deutschen Volkes arbeiten?

Josef Zwiefelhofer Baierbrunn

Unverfroren will diese Frau (Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, SPD; Anmerkung der Redaktion) aber die 6 % mehr Einkommen im Öffentlichen Dienst einstreichen, wenn die Gewerkschaft in den Verhandlungen erfolgreich ist. Auf Kosten der kleinen Leute war schon immer gute Politik zu machen.

Karl Schillinger München

Nun gibt es wieder eine Rentenerhöhung und wie jedes Mal gibt es im Osten mehr Erhöhung als im Westen. Ich war der Meinung, wir sind ein Deutschland und diese Unterscheidungen nach 25 Jahren Einheit sollten mal ein Ende haben. Man freut sich ja über die Erhöhung, aber es hat immer einen Beigeschmack wegen der Unterschiede. Ich nehme an, dass viele Leute meiner Meinung sind, weil ich keinen Sinn mehr darin sehe, warum das so gehandhabt wird.

 Doris Dorsch Weilheim

Nicht nur die heute jungen Menschen, auch die heutigen Rentner oder diejenigen, die kurz davor stehen, können von ihrer Rente nicht mehr leben. Für alles haben Merkel, Gabriel und Co. Geld, aber die Leistungsträger lässt man trotz 45 Jahren Arbeit im Regen stehen. Bei einer Durchschnittsrente von 1050 Euro kann dieser Personenkreis nicht einmal die Zuzahlung für die Kosten des Pflegeheims aufbringen. Dass dies auch anders geht, sieht man in Österreich. Hier bekommt ein Rentner nach 45 Jahren Arbeit mit durchschnittlichem Einkommen ein Altersruhegeld von 1800 Euro also 750 Euro mehr als in der BRD. In Österreich zahlen zwischenzeitlich auch alle Selbstständige, Beamte, Arbeiter und Angestellte gleichermaßen in die Rentenversicherung ein.

Anna und Franz Herbst Isen

4,25 % Rentenerhöhung bedeutet nicht dasselbe als Summe für jeden. 4,25 % ist wenig bei wenig Rente und viel bei viel Rente. Das ist zynisch: Die, die viel haben, bekommen viel. Die, die wenig haben, bekommen wenig vom Rekordplus. Bei einer mittleren oder besseren Rente befindet sich die zugesagte Erhöhung schon im zweistelligen oder sogar dreistelligen Euro Bereich. Die Differenz zwischen der geringen und der mittleren Rente wird bei gleichen Bezugsbeginn immer größer. Da wird dann auf die Grundsicherung verwiesen, aber auch dort ist eine Erhöhung seit Jahren nur im einstelligen Euro Bereich. Wenn dann auch noch durch Wissenschaftler in Talkshows von einem gerechten Rentensystem gesprochen wird, dann ist das zynisch für mich. So wichtig der Mindestlohn ist, so wichtig ist die Mindestrente, als Schutz vor unverschuldeter Armut.

Stefan Vollmershausen Dreieich

 

Rente steigt um 4,25 Prozent; Titelseite, Sebastian Horsch: Berechtigte Zweifel; Kommentar, Basil Wegener: Die weiteren Aussichten für Rentner; Geld & Markt 22. März

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