Skandal hinter dem Skandal

„Dioxin: China verbietet deutsche Importe“; Titel 13. Januar

„Liebe Frau Aigner, alles was wir jetzt nicht brauchen, sind Aktionspläne und Dialoge mit der Futtermittelindustrie, wie sie denn gerne künftig noch strenger kontrolliert werden will als bisher geschehen. Wenn jemand vorsätzlich und aus niederen Beweggründen (Habgier) Dioxin in Nahrungsmittel einbringt, erfüllt das mindestens den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung, oder sind Sie da anderer Ansicht, Frau Verbraucherschutzministerin Aigner? Wozu also lange palavern? Bringen Sie die Schuldigen lieber schleunigst vor den Staatsanwalt und hinter schwedische Gardinen, das wirkt abschreckender als jeder noch so ,neue verbesserte‘ Kontrollmechanismus, der letztendlich doch versagt. Also, Frau Aigner, warum besuchen Sie nicht mal die Frau Leutheusser-Schnarrenberger – die freut sich sicher, wenn Sie vorbeikommen – und lassen sich bei einer schönen Tasse Kaffee von ihr erklären, welche Paragraphen da zuständig sind?“

Andreas Michael Haltmair

Gmund

„Der eigentliche Skandal hinter dem Skandal ist wieder einmal das Versagen der Politik. Ministerien auf Bundesebene, auf Landesebene, zwischengelagerte oder nachgeordnete Institutionen, Behörden und was-weiß-ich-noch-alles? Egal, was wann oder wo passiert, stets sind alle – immerhin von Berufs wegen damit befassten – total überrascht! Was bleibt, ist der auf alles passende Ablenkungsaufschrei: ,Lückenlose Aufklärung! Gesetze ändern! Strengere Strafen.‘ Bis zur nächsten Überraschung reicht das allemal. Von allen der in den Medien zum Thema Futtermittelschweinerei aufgereihten Sprechblasenrhetoriker hat mir die Bundeshöchste aller Verbraucherschützer, eine gewisse Frau Ilse Aigner am besten gefallen. Wie sie ihr Gesicht mit vor Entrüstung und Entschlossenheit funkelnden Augen umfragesteigernd in die Kameras rückt, ist schon beeindruckend. Ich glaube ihr! Ich nehme es dieser Frau wirklich ab! Sie hat in der Tat keine Ahnung! Davon aber jede Menge!“

Veit-Peter Walther

Fürstenfeldbruck

„Die verursachende Firma hat – wie zu erwarten war – Insolvenz angemeldet, um keine Entschädigung zahlen zu müssen. Privat haben sie bestimmt ihre Schäfchen ins Trockene gebracht. Die einzige Abschreckung kann nur eine lange Haftstrafe sein.“

Sebastian Springer

Schalldorf

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