Sprit sparend fahren

Hersteller täuschen Autofahrer; Titelseite 18. November

Immer wieder wird die Schuld am höheren Spritverbrauch von Autos auf die Hersteller geschoben. Der Verbrauch wird aber nach genormtem Vorgehen ermittelt und es sollte durchaus als Anreiz verstanden werden, dass mit einem Auto ein niedriger Spritverbrauch erzielt werden kann. Ich selbst fuhr Jahre lang ein 3-Liter-Auto (Lupo TDI 3 L) und konnte damit den Spritverbrauch (3 Liter/100 Kilometer) meist nur knapp unterbieten, weil ich meist nur 15 Kilometer nach dem Kaltstart fuhr. Mein Rekord liegt bei 2,4 l/100 km auf genau dieser Strecke (Kaltstart 15 km, kein Wind, wenig Berge). Dazu muss man sehr langsam fahren, was um 2 Uhr nachts auch niemanden stört. Heute fahre ich ein Erdgasauto, das mit 2,9 kg/100 km (= 79 g CO2/km) angegeben wurde und verbrauche meist unter 2,7 kg/100 km, weil ich als Höchst- und Dauergeschwindigkeit 80 km/h fahre, weil man bei vielen Lkw auf der Strecke sowieso nicht schneller kalkulieren kann und die S-Bahn zuverlässig erreicht werden soll. Damit will ich sagen, dass die Spritangaben nicht Betrug sind wie die Schadstoffwerte, und jeder es selbst in der Hand hat, durch vernünftige Fahrweise diese Werte tatsächlich zu erreichen: Früh hochschalten, nicht zu schnell fahren und vorausschauend rollen lassen, wenn es anschließend nicht weitergeht. Auch bei Stop and Go kann man durch gleichmäßigeres Fahren viel Sprit sparen und sollte erst kurz vor der Ampel flott fahren, um den Verkehr nicht aufzuhalten. Die Überschrift sollte lauten: Autofahrer enttäuschen Hersteller. 

Tobias Aigner Taufkirchen / Vils

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