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Flughafen München

Es steht und fällt mit dem Personal

„Tja, da sind wir doch noch mal mit einem blauen Auge davongekommen.

Aber an sich ist die gängige Praxis bei den Kontrollen doch die Regel, was will man vom Personal erwarten, das wenig verdient? Die meisten sind nach ein oder zwei Wochen Crashkurs ,voll ausgebildet‘ und sollen alles wissen. Das, an was sie am meisten denken, ist, wie sie im Münchner Umland über die Runden kommen. Fast alle haben nebenher noch eine zweite Arbeitsstelle, sonst reicht’s nämlich nicht zum Leben. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Fluktuation in diesen Subunternehmen immens sein dürfte. Es wird in Zukunft leider immer öfters der Fall sein, dass der Arbeitnehmer einen Zusatzverdienst benötigt, wie in den USA schon lange üblich. Mit welchen Folgen: In den USA kann eigentlich jeder alles, aber nichts richtig. Wir sind auf dem besten Wege, uns den Amerikanern anzuschließen. Das war’s dann auch in Zukunft mit ,Made in Germany‘. Aber Hauptsache, die Flughafengesellschaft München spart sich etwas Geld, um die dritte Startbahn irgendwie finanzieren zu können. Man sollte lieber etwas Geld in die Hand nehmen und das Personal richtig schulen und vielleicht den einen oder anderen Euro mal aufs Gehalt drauflegen. 100 Prozent Sicherheit wird es nie geben, denn der Mensch macht immer einen Fehler, fragt sich nur, wie lange es dauert bis zum nächsten? Aber Hauptsache, die Bedienstete der Security-Firma wurde schon mal vorsorglich suspendiert. Wenn es doch bei den Politikern auch so schnell funktionieren würde.“

 Thomas Stable Freising



Lorenz von Stackelberg: „Fatale Routine“; Kommentar, Robert Arsenschek und Dieter Priglmeir: „Eine ereignisreiche Nacht“; Im Blickpunkt 22. Januar, „Laptop löst Bomben-Alarm aus“; Titelseite 21. Januar

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