Kontroverse um Essener Tafel

Scharfe Kritik an Essener Tafel; Titelseite, Georg Anastasiadis: Vorsicht vor der Moralkeule; Kommentar 24./25. Februar

Abgesehen davon, dass es eine Riesenschweinerei ist, dass es in Deutschland die Tafeln geben muss, sollen alle Leute, die sich jetzt für die Flüchtlinge starkmachen, einfach den Kommentar von Herrn Anastasiadis lesen, der alles sagt. 

Maria Müller Unterhaching

Persönlich kann ich die Entscheidung des Vorsitzenden der Essener Tafel verstehen und nachvollziehen. Haben sich alle Kritiker dieser Entscheidung schon mal selbst angesehen, was sich so an einer Tafel abspielt? Er stoppt ja nur neue hinzukommende Migranten-zahlreich Migranten kommen ja schon zur Tafel. Warum dann die Aufregung? Ich selbst habe es mir mal an einer Tafel in Augsburg angesehen, viele Hartz-IV-Bürger unseres Landes, aber auch viele Migranten aus den verschiedensten Ländern, oft reicht die angebotene Ware nicht und vorgedrängelt wird ständig, jeder will ja was haben – den letzten beißen oft die Hunde, wie man sagt. Trägt für diese Situation an unseren Tafeln nicht unsere Regierung die Verantwortung? Das Migrantenproblem ist noch lange nicht geklärt. Die Probleme bei der Tafel, aber auch unsere Wohnungsprobleme, sind noch lange nicht gelöst. Ein Bürger unseres Landes, der sein Leben lang gearbeitet hat und eine bezahlbare Wohnung sucht hat doch kaum Chancen was zu finden. Ich bin auch davon überzeugt, dass die Situation nicht nur an der Essener Tafel so ist, viele trauen sich nicht, das öffentlich zu machen, da sie Angst haben in die rechte Ecke gedrückt zu werden. Es ist nur traurig, das Deutschland, eines der reichsten Länder solche Probleme überhaupt hat-unsere Politiker wollen das nicht verstehen. 

Siegfried Marienfeld Peiting

Bei Ihrem heutigen, kritischen Kommentar bin ich voll und ganz bei Ihnen, denn auch diese Angriffe der Politik gegen die Essener Tafel treiben die Bürger weiter nach rechts. Es ist eine große Schande für unser vermeintlich reiches Land, dass es überhaupt bei uns deutsche Bürger geben muss, die durch das bekannte Sieb fallen, während sich eine absolute Minderheit, allein durch den Grund- und Bodenbesitz, ihre ehe schon prall gefüllten Taschen zu Lasten ihrer Mitbürger weiterhin auffüllen. Wenn dann verantwortungsbewusste Bürger wie Prof. Dirk Löhr Vorschläge zu einer gerechten Bodenwertsteuer machen, wird dies von verantwortungslosen Politiker einfach infrage gestellt. Siehe hierzu einen Beitrag auf Monitor http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Spekulanten-bevorzugt-Politik-blockiert/Das-Erste/Video?bcastId=438224&documentId=50285838 Allein schon durch diese Steuer lassen sich die unerwünschten Grundstücksspekulationen nicht nur eindämmen, sondern helfen den Normalbürgern zu bezahlbaren Mieten und Wohnräumen zu kommen. Außerdem könnten diese zusätzlichen Steuereinnahmen dazu verwendet werden, jedem Bürger vom Kleinkind bis zum Greis ein bedingungsloses monatliches Grundeinkommen zur Verfügung zu stellen, und die Tafeln hätten dann genügend Essbares für die Flüchtlinge zur Verfügung, und zwar ohne das es eines Verteilungskampfes zwischen deutschen und ausländischen Bürger bedarf.

Ich kann immer nur wieder Silvio Gesell zitieren als er u.a. z.B. einmal schrieb: „Reichtum und Armut gehören nicht in einen geordneten Staat!“ Mir scheint, dass wir einen geordneten Staat leider schon lange verlassen haben und deshalb wird uns dies eines Tages schwer auf die Füße fallen. 

Axel C. Baumgart Rottach-Egern

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