Tempolimit per Navi

Auto ruft künftig Polizei; Titelseite 28. März

Im ersten Moment war ich versucht, dies für einen vorgezogenen Aprilscherz zu halten – aber heute ist ja alles vorstellbar. Wenn dann zusätzlich zu eventuellen Crash-Unfällen auch der Gesundheitszustand des Fahrers per E-Call an Notrufzentralen übermittelt werden kann, dann sollte dies auch in den Fällen möglich sein, wenn der eine oder andere Fahrer zeitweise sein Gehirn ausschaltet. Aber im Ernst: Fast jedes (zumindest neu gebaute) Auto hat doch ein Navigationsgerät eingebaut, in dem auch die meisten Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigt werden. Daneben gibt es jede Menge Fahrer-Assistenzsysteme, die das Fahren erleichtern sollen. Warum denkt niemand daran, die per Navi angezeigten Geschwindigkeitsbegrenzungen direkt an den Fahr-Assistenten weiterzugeben, der dann die Fahrgeschwindigkeit auf das erlaubte Maß reduziert? Dafür müssten doch die Autofahrer dankbar sein, fallen dann ja keine Gebühren und Strafen wegen überhöhter Geschwindigkeit mehr an! Aber das wird wohl Wunschdenken bleiben, wenn man liest, dass Schweizer Strafen wegen überhöhter Geschwindigkeit in Deutschland nicht geahndet werden, weil in der Schweiz die Strafen deutlich und drakonisch härter ausfallen als der erhobene Zeigefinger bei uns. 

Reinhold Baier Weilheim

Technisch mag das durchaus möglich sein, aber wie wird die Realität aussehen, geben wir uns wieder einer Träumerei hin? Im Dezember 2016 wurde mir die Vorfahrt genommen, das Resultat zweimal Totalschaden an den Pkw. Gott sei Dank war keiner so schwer verletzt, dass ein Krankenwagen benötigt wurde. Bis die Polizei eintraf dauerte es fast 80 Minuten, mehrmals haben wir nachgefragt, wo die Polizei bleibt. 

Heinrich Landerer Peißenberg

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