Türkei und Deutschland

Türkei fordert deutsche Soldaten; Titelseite, Türkischer Wahlkampf in Ober- hausen; Politik 20. Februar

Man kann es nicht fassen, Erdogans Sprachrohr Yildirim benutzt die Bundesrepublik als Bühne für die Machtfantasien eines Despoten und wird von den hier lebenden Türken begeistert bejubelt. Es wundert nicht, wenn viele kein Vertrauen mehr in die Demokratie haben, wenn sie dermaßen missbraucht wird. Ein wenig mehr Stärke und Selbstbewusstsein würde unserem Land guttun, aber ob sich da bald was ändert, bleibt fraglich. 

Anke Münzhuber Oberschleißheim

Deutschland es nicht lassen kann, sich im Nahen Osten militärisch einzumischen, sollte es wenigstens auch dafür sorgen, dass es ein erhebliches Mitspracherecht in den befreiten Gebieten und in der Nachkriegsordnung hat. Derzeit sieht es so aus, dass die islamisch geprägten Militärverbände zueinander feindselig gestimmt sind, aber wohl in den Christen in der Region einen gemeinsamen Feind sehen. Anders ist es nicht zu erklären, dass die in Gebieten lebenden Christen, die von den mit deutschen Waffen ausgestatteten Kurden befreit wurden, von den Kurden als missliebige Personen angesehen werden und zum Verlassen des Landes gedrängt werden. Wie lange will unsere Regierung eigentlich das Volk noch belügen? Frau Merkel ist beratungsresistent und sieht nicht einmal ein, dass sie in der europäischen Politik keine Unterstützer mehr hat und damit politisch abgewirtschaftet hat. Auch der SPD-Kanzlerkandidat Schulz wird bald neben nebulösen Klassenkampfparolen konkrete Aussagen zu den Entwicklungen im Nahen Osten und zur Flüchtlingsproblematik in diesem Land machen müssen. 

Franz-Xaver Thielmann Feldkirchen-Westerham

Ich kann es einfach nicht begreifen, dass die Bundesregierung keine Möglichkeit hatte, den Auftritt des Herrn Yildirim vor seinen Landsleuten in unserem Land, wie geschehen, zu verhindern. Es mag ja schwer sein, dies zu verbieten - in unserem Rechtsstaat ist ja fast alles erlaubt - , aber „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Zudem werden die hier lebenden Türken dahingehend beeinflusst, Herrn Erdogan immer mehr Macht in seinem Land zu verleihen, worunter die in der Türkei lebenden Menschen leiden werden und nicht die Türken, die gerne in Deutschland leben und hier unsere Demokratie und Freiheit genießen. Wie man liest, will Herr Erdogan selbst noch zu uns kommen, um seine Landsleute zu beschwören, die geplante Verfassungsreform zu unterstützen. Man muss sich wirklich nicht wundern, dass die rechten Kräfte in unserem Land weiter zunehmen. Aber vielleicht gelingt es ja dem künftigen Bundeskanzler, Herrn Schulz - wenn er es denn wird - , diesem Spuk ein Ende zusetzen, denn ich glaube, dass er sich nicht so auf der Nase herumtanzen lässt, Diplomatie hin, Diplomatie her. Nur wegen des Flüchtlingsproblems müssen wir uns nicht alles gefallen lassen. 

Ingrid Fürst München

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