Unsere Nachbarländer haben ältere Kernkraftwerke

„Die Bundestags-Grünen schickten mir die Studie ,Risiken alter Kernkraftwerke‘ vom Büro für Atomsicherheit. Man muss kein Fachmann sein, um die Fehlinterpretationen, tendenzgerichtete Aussagen und Graphiken (ohne Bezugswerte) zu erkennen.

So wird es auch mit der Studie von Herrn Kromp sein. Erdbeben in Niederbayern! Die Schweißnaht am Reaktorbehälter kann selbstverständlich nach Inbetriebnahmen nicht kontrolliert werden. Deshalb wird sie vor Inbetriebnahme akribisch untersucht. Wodurch soll der Druckbehälter in einem Siedewasser-Reaktor explodieren? Isar 1 hatte bis zum 31. Dezember 2008 eine Arbeitsverfügbarkeit von 83,2 Prozent. Die Instanhaltungsmaßnahmen richten sich nach dem Atomgesetz von 1994. Ein deutsches Kernkraftwerk wird jährlich bei laufendem Betrieb circa 3 500 Prüfungen und im abgeschaltetem Zustand weiteren Überprüfungen und Revisionen unterzogen. Dazu gibt es den Prozess ,Alterungsmanagement‘, der sicherstellt, dass der Qualitätszustand der sicherheitstechnisch wichtigen technischen Einrichtungenzu keiner Zeit unzulässig beeiträchtigt ist. Im Jahr 2008 war Isar 1 365 Tage ohne Störung und 2009 zu 92 Prozent (wegen Brennelementwechsel) ebenfalls ohne Störung am Netz. Österreich sollte respektieren, dass die BRD ein souveräner Staat ist. Wir akzeptieren die Kernkraftwerke unserer Nachbarn, oft an unserer Grenze. Da gibt es Kernkraftwerke, die älter sind als Isar 1 und keiner Laufzeitbegrenzung (Belgien) unterliegen! Lasst doch endlich diese Hysterie!“
Günter Braun
Warngau

„Studie warnt vor Isar 1“; Titelseite 9./10. Oktober

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