Wovor sich die Deutschen fürchten

Wovor sich die Deutschen fürchten

Georg Anastasiadis:Deutsche Ängste;Kommentar undAngst-Studie: Trumpvor Zuwanderung;Titelseite 7. September

Was ist das für ein Affentheater! Die Politiker streiten sich, fordern den Rücktritt des jeweils anderen, und das Volk kann nur zusehen. Ich bin der Meinung, Horst Seehofer ist der Einzige, der den Durchblick noch nicht verloren hat. Alle anderen gehörten in die Wüste geschickt, einschließlich der Kanzlerin.

Gäbe es keine Flüchtlinge, wir hätten buchstäblich keine Nachrichten. Insoweit hat Herr Seehofer Recht, wenn er sagt, die Migration sei die Mutter aller politischen Probleme in diesem Land. Da möchte man argwöhnisch nach Ungarn blicken. Die haben sich als Nettozahlungsempfänger der EU clever des Problems entledigt, indem sie gar keine Flüchtlinge aufnehmen. Das ist Solidarität in Europa!

Horst Haselmann
München


Dankenswerterweise trägt der Münchner Merkur zur Versachlichung des öffentlichen Meinungs-Hickhacks über die Flüchtlingspolitik bei: 63 Prozent der befragten Deutschen sehen eine Überforderung unseres Gesellschaftssystems durch mehr Asylbewerber, 63 Prozent sehen Spannungen durch Zuzug von Ausländern und 61 Prozent sind der Überzeugung, dass Politiker überfordert sind. Dann ist es aber höchste Zeit, dass nicht diese Angstträger von der Politik permanent in die rechte Extremistenecke gestellt werden; nicht die Regierung(en) oder Parteien sind oberste Instanz, sondern das Volk ist es, in diesem Fall diese genannten 63 Prozent des Volkes (Art. 20 Grundgesetz: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“). Vorsicht, Ihr Regierung(en) und Parteien, in Karlsruhe wacht das Bundesverfassungsgericht über die Einhaltung des Grundgesetzes!

Dr. Walter Gränzer
Attenkirchen


Es geht mal wieder um die Migrationspolitik und Frau Merkel ist wie immer in dieser Debatte stur. Dann noch Kauders Worte: „Uns geht es gut.“ Ja, unseren Politikern geht es gut (sogar sehr gut), aber wie es dem Volk geht? Egal, Hauptsache, Frau Merkel setzt ihre Strategie durch! Und wir, das Volk, können eventuell nur durch die nächste Wahl etwas ändern.

Edeltraud Echter
Böbing


„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Diese Aussage des französischen Philosophen Voltaire sollten sich alle sozialdemokratischen Politiker zu Herzen nehmen. Dann könnte man gefahrlos eine andere Ansicht der Politik vertreten als die der SPD, ohne Gefahr zu laufen, gleich als Opportunist oder sogar als Nazi verunglimpft zu werden. Auch für eine Anmahnung zu einer Versachlichung der Sprache ist die SPD nicht zuständig, hat doch unser damaliger Außenminister Frank-Walter Steinmeier den Präsidenten der USA einen Hassprediger genannt, und Frau Nahles hat angedroht, Andersdenkenden eins auf die Fresse zu hauen. Was für eine Scheinheiligkeit und Arroganz – bei 18 Prozent (vorerst) Wählerstimmen! An Frau Merkel: Erlauben Sie Gedankenfreiheit, wenn das nicht geht, ist das nicht mehr Ihr Land. Aber Sie werden das aussitzen, Sie schaffen das. Wie lange denn noch?

Emil Pratschko
Karlsfeld

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