Lebensplanungen werden zunichte gemacht

„Regierung muss EZB stoppen“; Titelseite, Georg Anastasiadis: Im Treibsand; Kommentar 17. März

Dem Kommentar ist zuzustimmen. Von Beginn an war auch die Politik der Bundesregierung nach der Finanzkrise darauf ausgerichtet, den Euro mit allen Mitteln zu erhalten. Dies ging nur durch eine massive Unterstützung der Schuldenstaaten durch die Geberländer, also insbesondere Deutschland. Die Kanzlerin und ihr Finanzminister überließen dabei bewusst die Drecksarbeit dem gelernten Raubtierkapitalisten Draghi, um den Bürger zu täuschen. Dass dessen Staatsschuldenabkauf illegal sein dürfte, störte den sonst so besserwisserisch auftretenden Schäuble gar nicht, es werden ja nur die kleinen Leute enteignet und ihre Lebensplanung zunichte gemacht. Da kann man nur noch sagen, vielen Dank auch an die GroKo, insbesondere die angebliche Partei der kleinen Leute, die SPD, die ebenfalls zur Seite schaut. Da wundert man sich noch über die Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen?

Walter Schmitz Eching am Ammersee

Die Kritik des Vorstandschefs der Münchener Rück an der Philosophie der Europäischen Zentralbank (EZB) greift zu kurz, auch wenn es wenig nachvollziehbar klingt, dass eine Person wie Mario Draghi weiterhin zur zunehmend ungleichen Vermögensverteilung nicht nur in Deutschland schweigt, während sich hingegen seine Kollegin von der Fed, Janet Yellen, diesem brisanten Thema in öffentlichen Diskussionen stellt. Denn die Bundesregierung kann gar kein echtes Interesse an einer anderen Geldpolitik als der gegenwärtigen haben, da jene die Hauptverantwortung dafür trägt, dass es im Bundeshaushalt trotz jeglicher Reformverweigerung wie etwa bei den Subventionen überhaupt zu einer schwarzen Null gekommen ist. Deshalb gehört die öffentliche Hand, einschließlich der Kommunen und Länder, mit zu den großen Gewinnern der immer noch ungelösten Euro-Krise, weswegen man höchstens in den bei Politikern beliebten Talkshows, wo die Inszenierung im Mittelpunkt steht, ein größeres Murren sehen dürfte.

Rasmus Ph. Helt Hamburg

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