3 Leserbriefe

Pflicht zum Fahrsicherheitstraining

Regelmäßige Fahrprüfung; Leserforum 30. Januar,Fahranfänger: Hochrisiko-Gruppe im Verkehr;Weltspiegel 29. Januar

Führerscheinneulinge sind die Hochrisikogruppe, das ist unstrittig. Die Statistik und dazu unzweifelhaft. Es ist hier der Geschwindigkeitsrausch und weniger das/ein Unwissen in Sachen Verkehrsregeln, die ja im Verkehrsunterricht, gebüffelt und in der Prüfung abgefragt werden. Also: Es liegt eine Überschätzung der eigenen Fahrkunst vor und es werden die Gefahren der honen Geschwindigkeiten unterschätzt. Doppelte Geschwindigkeit bedeutet Vervierfachung der Unfallgefahr und der Unfallauswirkungen. Das wird zu wenig im Verkehrsunterricht gelehrt und herausgestellt. Das sollte in jeder Unterrichtsstunden Thema sein. Es ist notwendig, dieses deutlich und permanent im Unterricht als Film zu zeigen: Auswirkungen der Unfälle bei hohen Geschwindigkeiten. Das sind die demolierten (und ausgebrannten) Autos. Oft mit Toten oder für alle Zeiten Geschädigte. Nur weitere Fahrstunden etc. helfen de nicht weiter. Es muss schon die Erkenntnis vermittelt werden, dass fast immer die (zu hohe) Geschwindigkeit das Kriterium für die Unfallentstehung und die Unfallfolgen ist. Bei Geschwindigkeit null passiert nichts, was vom eigenen Auto ausgehen könnte, es sei denn, ein anderes Auto fährt auf.

Otto Böhm

Starnberg

Die Diskussion um Gesundheitstests, speziell für Ältere ist zwar richtig und notwendig, aber wird nicht objektiv geführt. Zunächst sollte in Erfahrung gebracht werden, wie viele Fahrer betroffen wären und wie viele Unfälle tatsächlich die Ursache einer altersbedingten Einschränkung waren. Für jeden Quatsch (Pisa etc.) werden Studien in Auftrag gegeben, aber hier wäre dies dringend erforderlich. Viele ältere Nutzer, speziell über 70-Jährige nutzen ihr Kfz lediglich in einem engen Radius und lokal zu Einkäufen usw. Diese, vielleicht auch eingeschränkte Mobilität, ist wichtig und notwendig, speziell im ländlichen Umfeld. Privatfahrer sind auch anders zu beurteilen als Bus- oder Berufskraftfahrer (Lkw, Taxi usw.) und Eigenverantwortung zur Sehstärke und Reaktion sollte man den Senioren dabei zugestehen. Wenn ein Senior langsam auf der Straße unterwegs ist, ist nicht aufzublinken oder zu hupen, sondern „runter vom Gas“ und Rücksicht nehmen!

Wie wären bei einer Neuregelung und Tests die ausländischen Kraftfahrer zu überprüfen und berücksichtigen? Wesentlich gefährlicher und bedrohlicher sind Personen mit überhöhter Geschwindigkeit, Raser, Kleintransporter und vor allem WhatsApp und SMS Schreiber am Steuer.

Anton Böning

Erding

In der Diskussion um mehr Sicherheit beim Autofahren wird unabhängig vom Alter des Fahrzeuglenkers und der gefahrenen Geschwindigkeit ein wichtiges Thema viel zu wenig beachtet: das richtige Sitzen und Lenken. Es zeigt sich immer wieder, dass die meisten Autofahrer im Ernstfall keine Vollbremsung durchführen oder einem Hindernis durch eine schnelle Lenkraddrehung ausweichen können. Hauptgründe dafür sind vor allem eine falsche Sitzeinstellung sowie ein nicht passender Abstand zu Lenkrad und Pedalen. Um den benötigten Pedaldruck für eine scharfe Bremsung aufbauen zu können, muss man richtig sitzen. Außerdem darf man sich nicht von dem ABS-typischen vibrierenden Bremspedal irritieren lassen. Ein passender Abstand zum Lenkrad und eine korrekte Handhaltung sind zudem entscheidend für eine schnelle Ausweichbewegung im Notfall. All das, auch eine verbrauchsarme und vorausschauende Fahrweise kann man in Fahrsicherheitstrainings lernen, die für jeden Autofahrer zur Pflicht werden sollten. Damit könnte ein wichtiger Beitrag zur Verringerung von Unfallhäufigkeit und Schwere geleistet werden.

Erhard Kirsch

Warngau

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