Heilsame Methoden

Hinnerk Feldwisch-Drentrup: Streit um Homöopathie bei Kassen; Weltspiegel 15. Dezember

In diesem Artikel wird wieder deutlich, dass in regelmäßigen Abständen, wohl verpackt und suggestiv in konzertierter Aktion auf die Homöopathie eingehackt wird. Es macht traurig, zu lesen, dass immer wieder versucht wird, eine Errungenschaft des Menschlichen und eine Entwicklung hin zu einer verständnisvollen Medizin unter fadenscheinigen Argumenten, in dem Fall der Kostenersparnis, zu torpedieren. Die klassische Homöopathie ist eine Jahrhunderte alte, in allen Ländern der Erde bewährte, extrem kostengünstige Heilmethode, die den Menschen mit seiner Krankheit als Einheit von Körper Geist und Seele begreift, und in langer Tradition ihre hochgradige Wirksamkeit belegt hat. Sie ist eine wertvolle und notwendige therapeutische Option in Ergänzung zu den etablierten schulmedizinischen Therapien. Dank der homöopathischen Lehre können Antworten auf die heute überall so drängenden Probleme unserer Zeit gegeben, und den Betroffenen geholfen werden. Das ist nicht nur segensreich für die chronisch kranken Patienten, die oft nach langer Odyssee endlich Besserung erfahren, auch heilsam für einen Arzt, der den wiederkehrenden hartnäckigen und unklaren Störungen irgendwann ratlos gegenübersteht, sondern auch noch gewinnbringend für die Kassen, die erkennen werden, dass ein homöopathisch begleiteter Patient nach einiger Zeit wesentlich weniger der kostenintensiven schulmedizinischen Therapien benötigt. Um diesen Effekt zu erkennen, benötigt es Beobachtungszeiträume, die länger als 1-2 Jahre sind, da es bei den so umfangreichen vielschichtigen Störungen unserer Patienten oft schon diese Zeit benötigt, um zum Kern des Problems vorzudringen, oder um viele „Schichten“ von Belastungen deutlich reduziert zu haben. Eine gängige Therapieerfahrung ist es, dass man diese Patienten in den ersten 1-2 Jahren intensiv betreut, was zwangsläufig zu initial erhöhtem Finanzbedarf führt, und dann jahrelang kaum mehr in der Praxis sieht, weil sie stabil und selbstständig geworden sind, es viel seltener zu neuen Krankheitsereignissen kommt. Es benötigt Studien, die eine ausreichend lange Beobachtungsdauer aufweisen, um den Effekt zu erkennen. Es ist segensreich, dass es in Deutschland möglich ist, wenn auch in beschränktem Rahmen, Patienten über ihre Krankenkassen homöopathisch behandeln zu können. Die Menschen, die diese Therapie am meisten benötigen, befinden sich oft in den schwierigsten sozialen Situationen. Die Homöopathie gehört in die ärztliche Tätigkeit, damit gerade vermieden wird, dass ein hilfesuchender Patient sich ohne medizinische Kontrolle in eine selbst gesuchte Therapie begibt und vielleicht dadurch notwendige Diagnostik verzögert werden könnte. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass die Homöopathie in die heute übliche schulmedizinische Medizin integriert wird, und selbstverständlich gehört die Ausbildung in Homöopathie zum regulären Studienfach eines jeden angehenden Mediziners. Die Homöopathie gehört auch in die Universität, damit in finanziell unabhängigen Studien weiter evaluiert wird, wo und wie genau diese Heilmethode am effektivsten eingesetzt werden kann. Sie ist ein so hochwirksames Therapieverfahren, ein so unendlich wertvolles Instrument, aber wir wissen so wenig wie wir es einsetzen müssen! Es muss etwas getan werden gegen den Forschungsnotstand und es müssen hier endlich Brücken zur „etablierten“ Schulmedizin geschlagen werden! Es sollte das zukünftige Ziel einer fortschrittlichen humanitären Medizin in einem hochentwickelten Land wie Deutschland sein, dass ein chronisch kranker Patient genauso selbstverständlich, wie er zur begleitenden Psychotherapie und Physiotherapie, zur Mitbehandlung bei einem gut und qualitätsgeprüft ausgebildeten Homöopathen überwiesen werden kann.

 Dr. med. Susanne Sundermeyer Ärztin für Innere Medizin, klassische Homöopathie und Akupunktur, Grafing

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