Politisch benötigte Resultate

„2015 hat Hitzerekorde geknackt“; Weltspiegel 26. Januar

„Ach, was muss man oft von bösen Buben hören oder lesen“, klagte Wilhelm Busch über Max und Moritz. Auch heutzutage gibt’s genug Anlass zur Klage über böse Buben – im vorliegenden Fall die US-Klimabehörde NOAA, die WMO - und die Medien. Warum? Erstere geben dem Affen Klimawandel Zucker, indem sie für (2011 bis) 2015 alle möglichen Temperaturrekorde reklamieren - teils aufs hundertstel Grad „genau“. Sondereffekte von El Niño? Pause! Und die Medien? Wer hinterfragt die wissenschaftsfremde Art und Weise, wie die politisch benötigten Resultate zustandekommen? Zwei Beispiele (von uferlos vielen): Globale Temperaturangaben aufs hundertsiel Grad, obwohl die Verteilung der (Thermometer-) Messpunkte - 2/3 der Erdoberfläche sind Ozean - statistisch fragwürdig ist und Zahl wie auch Lage dieser Punkte manipuliert wurden? Um 1970 bezogen die beiden großen amerikanischen Wetterbehörden NASA/GISS und NOAA ihre Daten von 6000 Wetterstationen rund um den Globus. Bis 1990 wurden dreiviertel davon aussortiert - die meisten davon „Kalt-Wetterstationen“! Seitdem bilden die verbliebenen 1500 Stationen den „Ersatz’’ für die ausrangierten 4500! In Kanada wurden 565 von 600 Stationen gestrichen. Im Andenstaat Bolivien blieb gar keine Station übrig: Um Temperaturen von dort zu bekommen, benutzten NASA und NOAA Werte, die 1200 Meilen entfernt – am Amazonas und den Stränden Perus – gemessen wurden! Hallo? So wird aufs hundertstel Grad genau getrickst. Auch die vermeintlich unumstrittene These, bis zum Beginn der industriellen Revolution seien die CO2-Werte konstant niedrig gewesen - Ergebnis der Auswertung von Eisbohrkernen - wird von ausgewiesenen Fachleuten auf diesem Gebiet zerschossen: Eisbohrkerne liefern prinzipbedingt mit zunehmender Eistiefe (= Eisalter) und wachsendem Eisdruck abnehmende CO2-Werte (inverses Verhalten), was vergleichende CO2-Bestimmungen mit anderen Methoden bestätigen. Schon 1994 wurde daher ein Forschungsprojekt zur Aussagekraft von Eisbohrkernergebnissen vorgeschlagen (Jaworowski et al.): Es scheiterte an der Angst der vorgesehenen Geldgeber (private und öffentliche Gesellschaften) vor einer Inquisition durch die Klimafraktion mit dem Vorwurf, man würde ein unmoralisches Projekt unterstützen und von Wettbewerbern bei der norwegischen Regierung und Greenpeace angeschwärzt. Einfach widerwärtig – weit vor dem Komma!

Helmut von Witsch Freising

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