Fehlt’s am Personal?

„Überlebt die RAF mit Raubzügen?“; Weltspiegel 20. Januar

Man greift sich an den Kopf, wenn man liest, dass per Haftbefehl gesuchte RAF-Verbrecher nach zwei Jahrzehnten immer noch frei in unserem Land umherlaufen. Was für eine beruhigende Sicherheitslage! Eigentlich müssten doch das BKA und sämtliche 16 LKAs Tag und Nacht hinter diesen Leuten her sein. Wahrscheinlich wurde die Fahndung in den vergangenen Jahren mit entsprechendem Hochdruck verfolgt und unsere hochgelobten Sicherheitskräfte wurden erst jetzt durch die neuerlichen Raubzüge wieder auf die offenen Fälle aufmerksam. Oder fehlt’s mal wieder am notwendigen Personal? Andererseits macht sich Frau von der Leyen Sorgen um die Sicherheit der Bürger in Libyen, wo sie demnächst eine weitere Bundeswehr-Baustelle aufmachen will nach dem Motto: Egal, wo es ist auf der Welt, wir werden überall gebraucht. Für solche Fälle sind immer genügend Mittel vorhanden. Allmählich kann einem Angst und Bange werden, wenn man an unsere so viel gepriesene innere Sicherheit denkt (siehe Asylbewerber-Ausschreitungen in Köln, im Land umher vagabundierende Flüchtlinge ohne Registrierung, Maghreb-Viertel in NRW, dramatische Steigerung der Diebstähle usw.). Es wäre dringend geraten, sich wirklich um die Erhöhung der Sicherheits-Standards im eigenen Land zu kümmern, die Auslandseinsätze unserer Streitkräfte mit ihren dilettantischen Materialproblemen drastisch zu kürzen und die dabei freiwerdenden Mittel für einen besseren Schutz der Bevölkerung vor Kriminalität im Inland zu verwenden.

Hubert Müller München

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