Tödliche Bedrohung

„Er brachte die Wildnis ins Wohnzimmer“; Weltspiegel 24. April

„Vortrefflich hat der Münchner Merkur an den 100. Geburtstag von Bernhard Grzimek erinnert. ,Pionier des Naturschutzes in Deutschland und Afrika‘ nennt ihn Sabine Ränsch in ihrer so dankenswerten Würdigung. Durch dieses Engagement hat er insgesamt außerordentlich viel für den Schutz der lebendigen Vielfalt auf der ganzen Erde geleistet, weil er viele Menschen ganz stark dafür sensibilisiert hat. Und nicht zu vergessen: Zusammen mit Herbert Gruhl hat er im Vorstand des BUND äußerst verdienstvoll zusammengewirkt; beide hatten als einzige Verbandsvorsitzende stets den Mut, die tödliche Bedrohung der Lebewesen durch die menschliche Überbevölkerung immer wieder zu thematisieren; seine Briefe hat Grzimek daher stets mit dem Satz beendet: ,Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam‘ (,Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass die Nachkommenschaft der Menschen vermindert werden muss‘). Obwohl diese Bedrohung seither noch katastrophal zugenommen hat, wagen es die Wortführer der Naturschutzverbände heute leider nicht, die Dinge beim Namen zu nennen – ebenso wenig übrigens die Vertreter von Parteien, die sich ein ,grünes‘ oder ,ökologisches‘ Mäntelchen umhängen. Welch ein Verrat an Naturschutz-Vorkämpfern wie Bernhard Grzimek und an allem Leben unserer Erde!“

Prof. Dr. Dietrich Schwägerl Ottobrunn

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