Jeder kann essen, was er will

Empörung wegen tierischer Fette; Weltspiegel 1. Dezember

Wir schreiben Dezember, nicht April: Vom Datum her kann der Artikel also kein Aprilscherz sein - doch würde man sich wünschen, es wäre einer!

Ist die Welt bereits derart verblödet, verunsichert und von irrationalen Schuldgefühlen beherrscht, dass ein solch unsinniges Verlangen ernsthaft auf Verständnis stößt und die schuldige Firma eilfertig Abhilfe gelobt? Jeder kann essen oder nicht essen, was er für richtig hält, dafür leben (lebten?) wir in einer freien Welt, die das garantiert(e). Freiheit heißt aber nicht, dass Veganer u. ä. verlangen könnten, im Alltag nicht auf Dingen zu stoßen, die sie für sich ablehnen. Wenn die Gesellschaft diesem pervertierten Begriff von Freiheit und Gleichberechtigung folgt, schafft sie sich über kurz oder lang selber ab. Wenn alle Banknoten dem Gusto von Veganern & Co. gemäß neu aufgelegt würden -– wer garantiert diesen Egomanen, nicht Geldscheine zu erhalten, die von Nichtveganen (noch ist das nicht verboten) mit fleischverseuchten Fingern angefasst wurden und denen daher mehr Igittigitt anhaftet, als die neuen Pfundnoten je enthalten konnten? Die logische Weiterentwicklung dieser postdemokratischen Schnapsidee ist, das Bargeld komplett abzuschaffen: Wurde sie von entsprechender Lobby etwa dazu angezettelt? Verwundern würde es nicht. Anscheinend sind wir schon auf bestem Weg in einen Ökofaschismus. Brave New World! 

Helmut von Witsch Freising

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