Einer allein hat nie Recht

Historischer Beweis Weltspiegel 13./14. Februar

Am Weltraum sind zwei Energiearten unterwegs: Licht- und Gravitationswellen. In der vermeintlichen Schwerelosigkeit wirkt die Schwerkraft von allen Seiten und hält alles in der Schwebe auch Wagen. Deshalb kann man dort draußen nichts wiegen. Nun haben zwei LIGO-Observatorien in den US, die Schockwellen vom Zusammenstürz zweier schwarzer Löcher aufgefangen, die mit ihren gewaltigen Gravitationskräften den Raum zum zittern gebraucht haben. Jetzt sind die Forscher happy und ganz aus dem Häuschen, weil sie die Gravitation an ihrer Achillesferse erwischt haben, nachdem sie ihnen immer von der Waage gesprungen war. Nur bei der Begründung des lange erwarteten Messergebnisses haben sie sich von ihrem ersten Eindruck täuschen lassen. Denn sie haben mit Laserstrahlen angeblich eine Veränderung der vier Kilometer langen Antennen gemessen. Das ist irritierend. Denn Atome, aus dessen die Antennen bestehen, lassen sich von der Gravitationskraft nicht verdichten und auch nicht vergrößern. Lichtwellen dagegen lassen sich stauchen und strecken. Das würde bedeuten, die Gravitationswellen aus dem All haben die Wellenlängen des Laserlichtes verändert, mit dem die Länge der Antennen überwacht wird. Mit dem veränderten Lichtmeter gemessen, kommen dieselben veränderten Messwerte heraus, wie wenn sich die Länge der Antennen tatsächlich verändert hätte. Man muss die Physiker schon daran erinnern, dass es immer zwei Möglichkeiten gibt. Und einer allein hat nie Recht.

Stefan Silbernagel Moorenweis

Auch interessant

Kommentare