Auf Dauer nicht oben an der Spitze

T. Magenheim-Hörmann: „Siemens trotzt politischen Krisen“; Wirtschaft 1. August

Für mich ist Siemens ein unlöbliches Beispiel der Dax-Orientierung. Wenn Siemens nicht so solide mit Finanzmitteln ausgestattet wäre, was dann? Während bei Siemens gespart und die Gründe dafür den Mitarbeitern kaum vermittelt werden, gab der Wettbewerb in den letzten Jahren richtig Gas: Konzerne wie ABB und GE bauten ihre Positionen gegenüber Siemens aus. CEO Löschers Antwort darauf fiel immer gleich aus: Konzernteile verkaufen: Ob Osram, Solarhersteller Solel oder Netzwerkhersteller NSN etc. Doch mit Einsparungen kann sich kein Unternehmen auf Dauer an der Weltspitze halten. Dass so etwas nicht gut geht, zeigt auch Opel in Bochum. Hat Siemens beim Buhlen um Börseninvestoren die deutschen Tugenden vergessen? Hat der Konzern übersehen, wie schnell sich die Bedürfnisse der globalisierten Wirtschaft verändert haben? Paradoxerweise ist beides richtig. Die Macht der Kaufleute verunsichert alle, oder? Siegfried Wüst
Mauern

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