Entwicklung verschlafen

Mehr CO2-Ausstoß gefährdet Klimaziele; Titelseite 17. März

Schon wieder wird, durch den Auftrag der Grünen, von den deutschen Medien eine Sau durchs Dorf getrieben, um das Image der Diesel-Pkw weiter zu schädigen. Im Gegenteil müsste es heißen, dass durch die steigende Zahl der Diesel-Pkw der CO2-Anstieg nur um vier Millionen Tonnen zugenommen hat, da der Dieselmotor, nach heutigen technischen Stand 8,5 % weniger CO2 ausstößt als ein vergleichbarer Benzin-Pkw. Ganz ungeachtet der Tatsache, dass seit 1990 der bundesweite Pkw-Anteil von 35,5 Millionen auf heute 45,8 Millionen (+ 29 %) zugenommen hat. Allein die Unterzeichnung einer Absichtserklärung den CO2-Ausstoß zu reduzieren bzw. die Klimaerwärmung um ein paar Grad zu senken, kann bei einem weltweiten Wachstum kaum machbar sein. Man tut gerade so, als wäre das eine frei wählbare Größe. Die Entwicklung der Elektroantriebe in Verbindung mit Akku- und Brennstoffzellentechnologie hat man in Europa weitgehend verschlafen oder bewusst nicht vorangetrieben. Ebenso falsch ist die Behauptung, dass ein Diesel-Pkw mehr NOx-Gase ausstößt als ein leistungsstarker Lkw, ohne zu berücksichtigen, dass beim Lkw offensichtlich die AdBlue-Technologie (Harnstoffeinspritzung) zum Einsatz kommt. Diese Technik ist seit 2003 serienreif und für Pkw-Diesel seit 2009 verfügbar, aber bisher aus Kostengründen bzw. Profitgier nicht ernsthaft am Markt angeboten worden. Vielmehr lassen sich die Pkw-Hersteller, in erster Linie VW, dazu verleiten eine Schummelsoftware zu installieren und riskieren einen immensen Imageschaden für die deutsche Automobilindustrie und eine nicht absehbare milliardenschwere Schadenersatzklage in den USA. 

Heinrich Hornbergs Huglfing

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