Ungerechte Beitragszahlungen

Ärger über Abgaben auf Betriebsrenten; Wirtschaft 26. April

Die zahlreichen Klagen, Beschwerden und den Ärger über die Rentenreform von 2003 verfolge ich als Betroffener seit Jahren aufmerksam. Nach dem Bericht über die Anhörung im Bundestag möchte ich zeigen, dass zur „Doppelverbeitragung“ und „rückwirkenden Gültigkeit für Altverträge“ der Irrsinn der Gesetzgebung und Bürokratie immer noch für eine Steigerung gut ist. Aus der nicht gerade üppigen BfA-Rente habe ich 2,5 Jahre lang die Prämien für meine Direktversicherung aus eigener Tasche bezahlt, um nicht vor dem vertraglichen Laufzeitende zu kündigen. Nach Auszahlung der Versicherung und dem Bescheid über die jetzt fälligen Abgaben, habe ich bei der Krankenkasse beantragt, dass wenigstens der Zeitraum eigener Einzahlung berücksichtigt wird. Antwort: Das ist gesetzlich möglich, aber nur, wenn der Vertrag auf meinen Namen umgeschrieben wurde. Im ersten Moment war ich auf die Personalabteilung der Firma sauer, aber dann war klar, wie hätten sie mich in diesem Punkt Mitte 2002 auf ein Gesetz hinweisen können, das erst 2004 gültig wurde. Fazit: 24 Jahre lang auf ein bestehendes Gesetz vertraut. Ein Jahr vor Auszahlung Änderung, auch rückwirkend für Altverträge. Zahlung von gut 18 000 Euro über die schon geleisteten Abgaben bei Gehalt und Rente hinaus. Keine vertragliche Aktion 2003 möglich, weil das Gesetz und die Details damals für die Öffentlichkeit klammheimlich in einer Nacht- und Nebelaktion zur Jahreswende plötzlich da waren. Und jetzt sagt der CDU-Abgeordnete Beermann, dass diese Ungerechtigkeit wenigstens für die Zukunft geheilt werden muss. Ja wie fühlt man sich denn da?

 Günter Wurstbauer Stockdorf

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