Leserbriefe

Dreifachkatastrophe Fukushima

München - Der Kommentar bezieht sich auf den Artikel von Michael Stürzenhofecker: "Die Heimatlosen von Fukushima", erschienen in der Ausgabe vom 10. März unter "Im Blickpunkt".

Das Leserbriefschreiben von Herrn Griessing ist punktgenau. Ich möchte es wie folgt ergänzen: Der zutreffendere Ausdruck wäre "Dreifachkatastrophe" - sprich: Tsunami, Erdbeben und Reaktorenunglück. Betroffene Gebiete sind nicht nur die Präfektur Fukushima (das AKW hat leider denselben Namen), sondern Iwate, Miyagi und in Teilen auch andere wie Ibaraki. Also der gesamte Nordosten Japans (Tohoku). Offizielle Zahlen von heute: 15 894 Tote in zwölf Präfekturen, 2561 Vermisste in sechs Präfekturen. 3407 Tote in zehn Präfekturen aufgrund der Folgen der Evakuierung. 174 000 Obdachlose in Notunterkünften. Schon kurz nach dem Reaktorunglück hat keiner mehr von den Tsunami/Erdbeben Opfern gesprochen, zumindest nicht in den deutschen Medien. Fukushima hat alles "überstrahlt".

Jakob Geltinger, München 

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